WDR 2 Sonntagsfragen - Haustiere Bitte nicht vermenschlichen

Früher waren Tiere ausschließlich Nutztiere, also diejenigen, die Lasten schleppten oder Kutschen, Karren und Pflüge zogen. Inzwischen sind sie für viele - vor allem alleinstehende - Menschen längst zu Sozialpartnern geworden.


Ein Hund schiebt einen Einkaufswagen
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Ein Hund schiebt einen Einkaufswagen

Niemand freut sich so sehr wie der eigene Hund, wenn man nach Hause kommt - egal in welcher Laune. Niemandem kann man so unwidersprochen sein Leid klagen wie der Katze, und zum Schmusen sind Tiere sowieso (fast) immer aufgelegt.

Problematisch wird es immer dann, wenn Haustiere vermenschlicht werden. "Einen Hund antiautoritär erziehen zu wollen, führt zwangsläufig ins Chaos", sagt Horst Sieg, "denn ein Hund orientiert sich hierarchisch und nicht demokratisch".

Der Tierarzt aus Remscheid erlebt in seiner Praxis immer wieder, was passiert, wenn klare Strukturen und konsequente Erziehung fehlen und rät eindringlich dazu, sich sehr gut zu überlegen, ob ein Haustier wirklich in den Tagesablauf und in eine Familie oder einen Singlehaushalt passt.

Wie er selbst es mit der Erziehung von Fred, dem Praxishund, hält und warum Hunde im Restaurant für ihn ein absolutes "No go" sind, erzählt der Arzt in den WDR 2 Sonntagsfragen.

Buchtipps

  • Ines del Amo: "Der Hundeführerschein"
  • Michael Rütter: "Sprachkurs Hund"
  • Desmond Morris: "Katzen"

Stand: 04.02.2012, 17.09 Uhr