WDR 2 Sonntagsfragen - (Un)gerechtigkeit: Keine Routine
Über 8.000 Urteile fällte Rüdiger Warnstädt in den 25 Jahren seiner Tätigkeit als Richter. Und doch sagte er, dass er gegen die Ungerechtigkeit der Welt im Gerichtssaal nichts ausrichten konnte. Was er aber tun konnte, das erzählt er in den WDR 2 Sonntagsfragen.

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Personifikation des Rechts: Die Justizia mit der Waagschale
Verhandlungen wie ein Theaterstück
"Gegen die Ungerechtigkeit der Welt konnte ich im Gerichtssaal nichts tun", sagt Rüdiger Warnstädt. Eine Bilanz, die aufhorchen lässt, denn Rüdiger Warnstädt war 25 Jahre lang Strafrichter in Berlin Moabit. Sein eigenwilliger Verhandlungsstil machte ihn weit über die Stadt hinaus bekannt, denn Warnstädt inszenierte seine Verhandlungen wie ein Theaterstück, in dem er die Hauptrolle spielte. Das brachte ihm die Kritik vieler Kollegen und das Wohlwollen der Presse ein.

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Richter a.D. Rüdiger Warnstädt
Zuhören können als wichtigste Eigenschaft
"Ich war Pauker, Pfarrer, Seelentröster und Gefängniswärter in einer Person", meint der 74-Jährige und ist davon überzeugt, dass ein guter Richter vor allem auch einer guter Zuhörer sein muss.
Wogegen er im Gerichtssaal etwas tun konnte, wenn nicht gegen die Ungerechtigkeit der Welt, erzählt der Opernliebhaber in den WDR 2 Sonntagsfragen.
Buchtipp
Rüdiger Warnstädt
Recht so!
Verlag: Das Neue Berlin
ISBN-10: 3360009932
Preis: 9,90 Euro
Stand: 12.02.2012, 13.03 Uhr
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