Badegewässer-Test des ADAC Gefährlicher Keim-Cocktail

Der ADAC hat das Wasser an 16 deutschen Badeseen untersucht. An jeder fünften Messstelle wurden dabei zu viele Keime entdeckt, die besonders für Kinder gefährlich sein können.

Im jährlich erscheinenden Bericht der EU-Kommission wurde den meisten europäischen  - und auch deutschen – Badegewässern gute Noten bescheinigt. Der ADAC kritisiert diesen Test aber als nicht gründlich genug. Die EU-Wasserproben werden nur an festen Messpunkten ab mindestens einem Meter Wassertiefe genommen. Damit sind aber Flachwasserzonen außen vor - gerade dort aber spielen kleine Kinder besonders häufig.   


Kinder an einem Baggersee

   

Test am Uferbereich

Der ADAC hat nun in seinem eigenen Test Flachwasserzonen an den deutschen Badeorten getestet. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Keimbelastung im Planschbereich von Kindern gelegt.

Viele Messungen mit erschreckendem Ergebnis


Testverlierer mit "mangelhaft" ist eine Messstelle im Strandbad Horn in Gaienhofen am Bodensee (Baden-Württemberg). Dort wurde eine sehr hohe Konzentration von Intestinalen Enterokokken gemessen. Testsieger mit der Note "sehr gut" ist der Badestrand vor dem Campingplatz Godau am Südwestufer des Großen Plöner Sees in Schleswig-Holstein. Gleiches gilt für weitere 12 Messstellen in Deutschland. 19 Mal konnte die Note "gut" vergeben werden, 15 Mal "ausreichend". 12 Messstellen wurden jedoch mit der zweitschlechtesten ADAC Benotung "bedenklich" eingestuft.


Stand: 28.06.2012, 08.36 Uhr