Autopflege im Winter: Kälteschock für die Batterie
Die winterlichen Temperaturen machen dem Auto-Akku zu schaffen. Mit der richtigen Anti-Pannen-Strategie können Autofahrer dem Batterie-Kollaps aber vorbeugen - und damit der mühseligen Starthilfe.
Bei Kälte laufen die chemischen Reaktionen im Inneren der Auto-Batterie verlangsamt ab. Das Motoröl ist zähflüssiger und die Verbrennung schlechter. Deshalb wird für das Anlassen eines kalten Motors wesentlich mehr Energie als bei Plusgraden benötigt.

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Starthilfe bei Batterie-Kollaps im Winter - der Normalfall: Pluspol an die Batterie, Minuspol an ein Motorteil klemmen
Zusätzliche Stromfresser ausschalten
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- Audio: Eiseskälte: Warum geht die Autobatterie plötzlich nicht mehr? Und was kann man tun (31.01.2012) (02:38 min.) Holger Neuhaus / Uwe Schulz, WDR 2 Morgenmagazin
"Autofahrer können jedoch einem Batterie-Kollaps vorbeugen, indem sie vor dem Start alle zusätzlichen Stromfresser ausschalten, altersschwache Batterien rechtzeitig austauschen oder durch regelmäßiges Aufladen die Lebensdauer ihrer Autobatterien erhöhen", skizziert Philip Puls vom TÜV Süd in München die winterliche Anti-Pannen-Strategie.
Stromfresser erst nach Startvorgang einschalten
TÜV-Fachmann Puls legt Autofahrern ans Herz, zusätzliche Stromfresser wie Scheinwerfer, Heckscheibenheizung, Gebläse oder Scheibenwischer immer erst nach dem Startvorgang einzuschalten. Infotainmentgeräte wie Radio, Navigation oder Telefon sollten dosiert zugeschaltet werden, insbesondere im Kurzstreckenbetrieb. Das gilt auch für Sitzheizungen.
Üble Kombination: Eiskalte Temperaturen und Kurzstrecken
Ist der Stromspeicher altersschwach oder wurde durch Kurzstreckenfahrten besonders beansprucht, sind Probleme programmiert. "Wenn mehrere Stromverbraucher eingeschaltet sind, kann die Lichtmaschine nur den laufenden Verbrauch abdecken", warnt Steffan Kerbl, Techniker des österreichischen Autoclubs ÖAMTC. Dann bleibe kaum noch Strom zum Laden des Akkus. "Fährt jemand bei eiskalten Temperaturen nur Kurzstrecken, muss er damit rechnen, dass das Auto irgendwann nicht mehr anspringt", sagt Kerbl.

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Starthilfe bei Batterie-Kollaps im Winter
Bei Starthilfe vorsichtig zu Werke gehen
Wenn nichts mehr geht, ist fremde Hilfe nötig. Bei privater Starthilfe sollten Autofahrer allerdings vorsichtig zu Werke gehen. Ist beispielsweise eine Batterie nicht schwach, sondern defekt, kann durch eine Rückkopplung auch das Spenderauto geschädigt werden. Und: Falsches Anklemmen kann die Elektronik verwirren und beispielsweise den Airbag auslösen. Wer unsicher ist, sollte einen Fachmann hinzuziehen. Für die Starthilfe sollen prinzipiell nur genormte Kabel mit Überspannungsschutz verwendet werden.
Stromspeicher regelmäßig aufladen
Grundsätzlich empfiehlt Puls, den Stromspeicher regelmäßig aufzuladen: "Im Idealfall zweimal im Jahr, im Herbst und im Frühling. Das erhöht die Lebensdauer einer Autobatterie um mehrere Jahre." Dafür muss die Batterie nicht unbedingt ausgebaut werden. "Ein unüberlegtes Abklemmen der Starterbatterie kann kostspielige Folgen haben", warnt der TÜV-Fachmann. "Wird die Stromversorgung unterbrochen, können programmierte Daten verloren gehen. Die Neuprogrammierung der Elektronik bei modernen Pkw in der Werkstatt kann mehrere hundert Euro kosten."
Stand: 30.01.2012, 14.15 Uhr
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