Handgepäckcheck am Flughafen Wohin mit Nagelfeile & Co?

Von Andreas Braun

20 Tonnen Material fallen allein am Flughafen Düsseldorf jeden Monat beim Sicherheitscheck durch. Den größten Teil machen dabei Shampoos oder Wasserflaschen aus. Was damit passiert ist von Flughafen zu Flughafen unterschiedlich.


Sammlung beschlagnahmter Gegenstände aus dem Handgepäck von Flugpassagieren

Spenden oder vernichten


Am Flughafen Köln-Bonn zum Beispiel wird alles entsorgt, was beim Sicherheitscheck durchfällt. In Düsseldorf werden die Sachen geprüft und was davon noch brauchbar ist und hygienisch unbedenklich, wird an karitative Einrichtungen gespendet. Also volle Flaschen Shampoo oder auch frischeversiegelte Lebensmittel. In Frankfurt wird das dem Reisenden freigestellt: Soll das, was er nicht mitnehmen darf, in die Tonne und entsorgt werden, oder, falls es noch brauchbar ist, zu den Spenden wandern? Das kann der Reisende also selber entscheiden.

Geliebtes retten

Nicht alles, was beim Sicherheitscheck beanstandet wird, verliert der Reisende automatisch. Teure Parfums, Weinflaschen oder geerbte Taschenmesser können Reisende am Flughafen hinterlegen und nach der Rückkehr wieder einsammeln. Je nach Flughafen ist das allerdings unterschiedlich aufwändig. Dazu wieder drei Beispiele: In Köln-Bonn können Reisende kleinere Gegenstände beim Lost-and-Found aufgeben und dort auch für mehrere Wochen lagern. In Frankfurt und in Düsseldorf muss er dazu zur Gepäckaufbewahrung, das ist umständlicher und etwas teurer. Vor allem in Düsseldorf weist man auch darauf hin, dass das eine absolute Notlösung sein sollte, weil die Gepäckaufbewahrung recht weit vom Sicherheitscheck entfernt ist. Da könnte es mit dem Flieger also schon eng werden. Grundsätzlich möglich ist es aber auch dort.

Aufbewahrungskosten

Auch hier gibt es natürlich wieder Unterschiede: Beim Lost-and-Found in Köln-Bonn kostet die Aufbewahrung für einen Gegenstand in Größe eines Taschenmessers noch nicht einmal drei Euro für eine Woche, ist also recht günstig. Die Gepäckaufbewahrung an den Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt sind etwas teurer. Ein Kleidungsstück ist die kleinste Einheit, für die Preise angegeben werden – 1,50 Euro in Düsseldorf und zwei Euro pro Tag in Frankfurt werden für die Aufbewahrung berechnet. In Frankfurt weist man auch auf die Möglichkeit hin, die Sachen nicht am Flughafen einzulagern, sondern vom Flughafen per Post an die eigene Adresse zu schicken.


Stand: 09.07.2012, 11.30 Uhr