Hantavirus auf dem Vormarsch: Krank durch Mäusekot
Mit Kopfschmerzen, anhaltendem Fieber und Gliederschmerzen beginnt es und kann mit Nierenschädigung enden. Was anfangs wie eine Grippe aussieht, ist unter Umständen eine durch Mäuse übertragene Infektion.

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Eine Rötelmaus (Myodes glareolus), auch Waldwühlmaus genannt, knabbert an einem Apfel
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- Audio: Süße Rötelmaus überträgt den Hantavirus (14.08.2012) Sigrid Müller / Stefan Quoos, WDR 2 Westzeit
Die Neuinfektionen mit dem Hantavirus haben sich in diesem Jahr drastisch erhöht. Dem Robert-Koch-Institut wurden bis Ende Juli 1.985 Fälle gemeldet, wie die Techniker Krankenkasse in der vergangenen Woche in Hannover mitteilte. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2011 lag die Zahl der Neuinfektionen bei 305. Am stärksten betroffen von dem Virus sind Baden-Württemberg mit 1.304 gemeldeten Fällen, gefolgt von Bayern (269) und Nordrhein-Westfalen (132).
Viren werden mit Staub eingeatmet
Die Krankheitserreger werden hauptsächlich über Kot und Urin von Rötelmäusen übertragen. Menschen infizieren sich meist dadurch, dass sie verunreinigten Staub einatmen, etwa bei Holzarbeiten im Wald und Garten sowie beim Reinigen von Kellern, Schuppen, Scheunen und Ställen. Schützen kann man sich laut Experten dadurch, dass man feucht wischt und sich so vor aufwirbelndem Staub schützt.

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Hantavirus
Typische Anzeichen der Krankheit
Rückenschmerzen, Fieber oder Blut im Urin sind typische Anzeichen der Krankheit. In schweren Fällen kann es zu Nierenversagen kommen. Hantavirusinfektionen sind in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre bekannt. 2001 wurde die Meldepflicht dafür eingeführt.
Stand: 13.08.2012, 16.53 Uhr
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