Tipps gegen Insektenstiche: Mückenalarm
Manche Menschen haben ganz selten mal einen Mückenstich, andere gleich mehr als 30 in einer Nacht. Warum ist das so? Was hilft gegen die lästigen Stiche, und was zieht Mücken wirklich an? Hier finden Sie hilfreiche Tipps.
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Video:
Gesundheitliche Probleme durch Mückenstiche (04.08.2012)
(02:27 Min.)
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Gesundheitliche Probleme durch Mückenstiche (04.08.2012)
Wo und wann gibt's viele Mücken?
Mücken lieben es feucht, und sie brauchen Wasser, um ihre Eier dort abzulegen. Ihre Larven und Puppen entwickeln sich dort. Das muss kein See sein – es reicht eine Pfütze, ein Brunnen, ein Teich oder eine Regentonne (also die im Garten evtl. zudecken). In regnerischen Sommern schlüpfen mehr Mücken als in trockenen.
Was zieht Mücken an?
Audio
- Audio: Was gegen Mücken und Stiche hilft (04.08.2012) Ruth Schulz/Steffi Neu, WDR 2 am Samstag
- Audio: "Eine Mücke macht sie glücklich." - WDR 2 Gespräch mit der Biologin Doreen Werner (04.08.2012) Doreen Werne/ Steffi Neu, WDR 2 am Samstag
Es ist nicht das "süße Blut". Mücken werden von Körpergerüchen angezogen und von Kohlendioxid, das wir ausatmen. Außerdem reagieren sie auf Feuchtigkeit und auf Wärme. Es ist also der individuelle Mix des menschlichen Geruchs, der Mücken mehr oder weniger anzieht. Insektenschutzmittel überdecken diese Gerüche – oder versuchen Mücken abzuschrecken. Steckmücken werden übrigens nicht von Licht angezogen. (Um die Straßenlaternen schwirren andere Mückenarten.)
Was kann ich vorbeugend tun?
Das Licht im Schlafzimmer kann man ruhig anlassen. Aber ein Insektengitter oder ein geschlossenes Fenster helfen. Auch Kleidung hält Mücken ab. Nachts finden sie jedoch auch noch die kleinste freie Hand und vor allem das Gesicht. Sie spüren die Wärme und das CO2 noch aus 25 bis 30 Metern Entfernung.
Insektenschutzmittel
Es gibt verschiedene Hausmittel oder Fertigpräparate - Repellents, also Zurückweiser - die Mücken vertreiben sollen. Das reicht von "Kölnischwasser mit Nelkenöl" (soll auch andere Wesen auf Distanz halten), Lavendelöl über alle möglichen Chemikalien. In Skandinavien haben sich Menschen früher sogar mit Diesel eingeschmiert. Viele Insektenschutzmittel sind durchaus wirksam, wenn man sie sorgfältig und regelmäßig aufträgt. Sie wurden vielfach getestet. Wie gut ein Produkt abschnitt, hängt jedoch sehr stark von den Testvorgaben ab.

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Moskitonetze schützen vor Mückenstichen.
Die Öko-Tester werteten Produkte mit synthetischen Inhaltsstoffen ab. Stiftung Warentest fand ein Mittel sehr gut, mehrere schnitten gut ab. Die gesundheitliche Bewertung war jedoch nur befriedigend bis ausreichend. Auch natürliche Öle und Duftstoffe können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen. Man muss also abwägen und ausprobieren.
Andere Vertreibungsarten
Geräte oder Smartphone-APPs, die Steckmücken angeblich mit hohen Pfeiftönen vertreiben, wirken nicht. Mückenweibchen können nämlich schlecht hören und nur sie stechen ja. Mückenmännchen haben in einem bestimmten Frequenzbereicht empfindlichere Hörorgane und sie summen in einer anderen Frequenz. Sie erkennen die Weibchen an der Summfrequenz, die übrigens durch den Flügelschlag entsteht.
Auch UV- Lampen an denen Mückenweibchen und -männchen verglühen, töten viele andere Insekten und sind für Privaträume weniger geeignet. Geräte, die Insektenschutzmittel verdampfen und im Raum verteilen, verteilen sie natürlich auch in der Atemluft der anderen Bewohner.
Welche Menschen sind besonders "bissgefährdet"?
Wie häufig jemand von Mücken gestochen wird, liegt am individuellen Körpergeruch. Es ist nicht belegt, ob Frauen häufiger gestochen werden als Männer - weil sie weniger behaart sind oder dünnere Haut haben.
Wenn ich gestochen worden bin, woran kann ich erkennen, wovon ich gestochen worden bin?
Einen Mückenstich spürt man zunächst gar nicht. Die Mückenweibchen saugen nicht nur Blut, das sie zur Entwicklung ihrer Eier brauchen, sie spucken auch durch einen zweiten dünnen Kanal Speichel unter unsere Haut. Dieser Speichel betäubt die Einstichstelle ein bisschen, und er verhindert, dass unser Blut gerinnt. Es würde ja den Mückenrüssel verstopfen. Einen Mückenstich kann man ziemlich eindeutig erkennen. Man sieht die kleine rote Einstichstelle, er wird leicht dick und juckt. Bienenstiche sind schmerzhafter und schwellen schneller an, Läuse hinterlassen meistens drei kleine Bissspuren.
Was kann ich gegen den Stich und den Juckreiz tun?

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Gemeine Blutsauer - Mückenstiche können höllisch jucken.
Bitte nicht kratzen. So kann man die Haut verletzen und sich infizieren. Kühlung hilft am besten gegen Juckreiz und gegen die Schwellung. Einfachstes Mittel ist Spucke. Aber auch Eis, Kühlpacks aus dem Eisfach oder eine aufgeschnittene Zwiebel können helfen. Außerdem gibt es einige Gel-Präparate, die kühlend und abschwellend wirken.
Warum ist bei dem einen ein Mückenstich kaum sichtbar und juckt nicht, warum gibt es bei dem anderen direkt einen dicken "Flatschen"?
Das Immunsystem von Menschen reagiert unterschiedlich stark auf Fremdstoffe, die in den Körper kommen. Und nichts anderes passiert ja bei einem Mückenstich. Das Immunsystem reagiert auf den Speichel, den die Mücke injiziert. Mancher Körper reagiert heftiger, mancher weniger stark.
Stand: 04.08.2012, 10.30 Uhr
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