iPad, Kindle Fire oder Surface: Tablets im Vergleich
Diese Woche wird spannend für den deutschen Tablet-PC-Markt: Am Dienstag stellt Apple eine neue Version des iPad vor, ab Donnerstag gibt es das "Kindle Fire" von Amazon zu kaufen und am Freitag präsentiert Microsoft zwei neue Tablet-PCs mit dem Betriebssystem Windows 8. Doche welcher Tablet-PCs lohnt sich eigentlich?
Apple will sich vorab nicht in die Karten schauen lassen

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Apple präsentiert sein neues iPad im historischen "California Theater" in San Jose in Kalifornien.
Eine Frage, die alles andere als leicht zu beantworten ist, denn noch ist nicht ganz klar, welche Geräte in dieser Woche überhaupt auf den Markt kommen. Vor allem Apple macht im Vorfeld seiner Präsentation am Dienstag (23.10.2012) keine weiteren Angaben. Es gibt lediglich eine Menge Gerüchte, wonach der Konzern am Abend eine kleinere Version seines iPad-Computers vorstellen wird. Laut Gerüchteküche im Internet wird das Gerät einen Bildschirm mit knapp 8 Zoll Durchmesser haben und zu Preisen ab 249 Euro zu haben sein. Besser Bescheid weiss man da über Amazons "Kindle Fire" und "Kindle Fire HD": Beide Geräte werden schon jetzt in den USA verkauft. Die Displaygrößen dieser beiden Computer wird bei 7 beziehungsweise 8,9 Zoll liegen; die Preise starten bei 159 Euro für das kleinste Modell.
Windows 8 muss sich erst noch in der Praxis bewähren
Und Microsoft? Von dort werden gleich zwei Tablet-PCs erwartet, die beide mit dem ebenfalls in dieser Woche neu auf den Markt kommenden Betriebssystem Windows 8 ausgestattet sein werden. Microsoft hat die Geräte bereits im Frühjahr präsentiert, allerdings hat sie niemand bis jetzt wirklich ausprobieren können. Die Grundfunktionen von Windows 8 sind aber soweit bekannt. Die Frage wird vor allem sein, wie die Geräte und das neue Betriebssystem miteinander harmonieren. Auf der Microsoft-Webseite können die Tablets für 479 Euro vorbestellt werden.
Leistungsfähigkeit der Hardware nicht mehr das Hauptargument
Wie aber nun soll man sich für oder gegen das ein oder andere Gerät entscheiden? Früher war die Sache beim Computerkauf recht einfach – da hat man vor allem auf die Leistungsdaten der PCs geschaut. Welcher Prozessor ist eingebaut, wie viel Speicher bringt das Gerät mit, welche Erweiterungsmöglichkeiten gibt es? Beim Kauf eines TabletPCs spielt dies kaum eine Rolle, denn die Geräte bringen jeweils ihr eigenes Betriebssystem mit, das – im Idealfall – genau auf die Hardware des Gerätes abgestimmt ist. Hard- und Software bilden damit von vorneherein eine Einheit, die sich auch nicht trennen lässt; auf keinem der neuen TabletPCs lässt sich für den normalen Anwender ein anderes Betriebssystem installieren.
Programme können zwischen Geräten nicht ausgetauscht werden
Das bedeutet zugleich: Wer sich für eines der Geräte entscheidet, trifft auch eine grundsätzliche Entscheidung für das jeweilige Betriebssystem. Auf einem iPad lassen sich beispielsweise nur Programme – die so genannten Apps – nutzen, die speziell für das iPad geschrieben wurden. Auf dem Amazon- oder Microsoft-Gerät funktionieren diese Apps nicht. Umgekehrt ist es genauso; Programme, die man für den Amazon Kindle oder das Microsoft Tablet gekauft hat, können auf keines der anderen beiden Geräte übertragen werden.
Jedes Gerät mit eigenen Stärken und Schwächen

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Apple iPad versus Samsung Galaxy Tab
Was die Zahl der Apps angeht, hat Apple mit dem iPad derzeit eindeutig die Nase vorn: Für die Geräte sind mehr als 700.000 Programme verfügbar. Amazons Kindle fire kann da längst nicht mithalten; der Konzern hat sich als Betriebssystem für eine abgewandelte Version des erfolgreichen Smartphone-Betriebssystems Android entschieden. Amazon hat das System allerdings so angepasst, dass die offiziell angebotenen Android-Programme (von denen es inzwischen auch etwa 650.000 gibt) nicht ohne weiteres auf dem Kindle Fire installiert werden können. Das Amazon-Gerät ist vor allem zum Lesen von Büchern gedacht, die man direkt aus dem Amazon-Buchladen herunterladen kann. Für das Amazon-Gerät spricht in erster Linie der günstige Preis; für 159 Euro gibt es auf dem Markt derzeit nichts vergleichbares.
Microsofts "Surface"-Computer als Laptop-Ersatz?
Microsoft wagt sich mit seinen Geräten und dem neuen Betriebssystem in ganz neues Terrain vor. Experten raten daher hier am ehesten zum Abwarten. Noch ist nicht klar, wie sich die "Surface" genannten Geräte in der Praxis bewähren werden. Klar scheint aber, dass die Microsoft-Geräte am ehesten als Laptop-Ersatz dienen können; Microsoft hat zur Bedienung auch eine Tastatur vorgesehen, die praktischerweise auch als Abdeckung für das Display dient. Für den Erfolg von Microsoft dürfte neben dem Preis entscheidend sein, wie schnell eine ausreichende Zahl von Apps für das neue Betriebssystem verfügbar sein wird.
Stand: 23.10.2012, 10.14 Uhr
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