Testautokäufer Frank Wörner unterwegs Rabatte herausholen

Von Frank Wörner

Bei Europas Autobauern geht es ans Eingemachte, das heißt für den Autoküfer - noch nie gab es so hohe Rabatte für Neuwagen. Frank Wörner, WDR Wirtschaftsredakteur, war heute als Testkäufer unterwegs. Sein Ziel: Den besten Rabatt für einen Wagen der Kompaktklasse herauszuholen. Was dabei herauskam, erfahren Sie hier.


Mehere Neuwagen stehen - Rabatkennzeichnungen auf der Frontscheibe - nebeneinander

Besuch beim ersten Händler


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Der Besuch beim ersten Händler verlief für unseren Testkäufer nicht so glücklich: Er handelte zwar Prozente bei den Überführungskosten heraus, gestand aber eigene Verhandlungsfehler: Man sollte tunlichst nicht sagen, dass man den Wagen möglichst rasch haben möchte.

Keine Eile beim Autokauf


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Gut vorbereitet sollte man schon zum Autokauf gehen und auch ein paar Verhandlungstricks anwenden: also - konkrete Vorstellungen angeben, Kompromissbereitschaft zeigen, signalisieren, dass man Wert auf günstigen Preis legt. Ruhig aber auch dem Händler zu verstehen geben, dass man Preise vergleicht und mit dem Kauf nicht so in Eile ist.

Rabattentwicklung im Blick behalten


Will man höhere Rabatte bekommen, geht man am besten über das Internet: Hier gibt man über Suchmaschinen  "Neuwagen" und "Rabatte" als Stichworte ein. Es folgen eine ganze Menge Angebote und die bis zu 35 Prozent Rabatt. Allerdings schrumpfen diese Rabatte, weil die dann nur für bestimmte Fahrzeuge gelten oder andere spezielle Bedingungen haben. Immerhin kam nach einigen Rechnen bei Frank Wörner Rabatte bis 23 Prozent für den gewünschte Wagentyp heraus, wählte er die Tageszulassung gab es sogar 25 Prozent. Als er dann noch unter Gebrauchtwagen schaute – auch findet man Neuwagen – kam er sogar bis auf 28 Prozent Rabatt.

Weitere Informationen

Wer ein Auto günstig kaufen möchte, kann den klassischen Weg gehen und sich beim Händler den "Hauspreis" für sein Wunschmodell ausrechnen lassen. Dazu sollte man vorher genau wissen, welche Ausstattung man unbedingt haben möchte und auf welche man bereit wäre, zu verzichten. Häufig lässt sich durch die Wahl von Ausstattungspaketen weiteres Geld sparen - der Händler sollte darüber Bescheid wissen. Erst wenn das Angebot vorliegt, sagt man dem Verkäufer, was man bereit ist, maximal zu zahlen. Der Preis sollte natürlich realistisch festgelegt sein. Ist keine Einigung auf einen für beide Seiten vertretbaren Preis möglich, sollte man dem Verkäufer seine Daten hinterlassen - mit der Bitte, sich zu melden, wenn sich am Preis etwas geändert haben sollte. Möglicherweise wird er sich später mit einem besseren Angebot melden.

Autokonjunktur bereitet Sorge

Grund für die hohen Rabatte ist die zunehmenden Sorge um die Autokonjunktur. Die Kundenvorteile hätten ein Rekordniveau erreicht, heißt es in einer Studie des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen. Das Rabattniveau zeige, dass der deutsche Automarkt in den nächsten Monaten vor einer Rezession stehe, sagte der Ferdinand Dudenhöffer, Professor an der Universität Duisburg-Essen. Der bisher ertragreiche Markt Deutschland werde für immer mehr Hersteller zu einem "Verlustmarkt". Beispielsweise ist der Absatz von Opel seit Monaten auf Talfahrt, der Autobauer habe Überkapazitäten. Der Preiskampf sei zudem bei den Oberklasse-Herstellern angekommen.

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Stand: 06.10.2012, 14.09 Uhr