WDR 2 Quintessenz - Schneller in den Flieger: Tipps zum Einchecken
Wer mit dem Flugzeug in den Urlaub will, muss Geduld haben: Voller Vorfreude am Flughafen angekommen, steht man erstmal in der Schlange am Check-in Schalter. Der hat zwar noch nicht auf, aber ein paar ganz Schnelle sind immer vor einem da.

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Check-in Schalter am Flugahfen
Die hoffen, vielleicht so den besten Sitzplatz zu bekommen oder noch auf kulantes Bodenpersonal zu treffen, das das Übergepäck einfach durchgehen lässt. Den Stress kann man sich sparen, denn inzwischen bieten die Fluggesellschaften verschiedene Möglichkeiten, an die Bordkarte zu kommen und das Gepäck loszuwerden.
Einchecken auf vier Arten möglich
Es gibt, grob gerechnet, vier Möglichkeiten an die Bordkarte zu kommen und sein Gepäck loszuwerden. Allerdings werden nicht alle Varianten von allen Fluggesellschaften oder an allen Flughäfen angeboten.
1. Der klassische Schalter:
Hier gibt es die Bordkarte mit Sitzplatz und man kann das Gepäck einchecken. Die Schalter öffnen je nach Flugziel etwa zwei Stunden bis ca. 40 Minuten vor Abflug.
Vorteil: Man hat Bordkarte und Gepäckabschnitt zusammen und hat direkten Kontakt mit einem Mitarbeiter, der einem bei Bedarf auch weiterhelfen kann. Alle "besonderen" Reisenden wie Kinder ohne Begleitung, Reisende im Rollstuhl, Haustiere oder Sperrgepäck (Sportgeräte) werden am Schalter "abgefertigt".
Nachteil: Die Warteschlangen sind unter Umständen lang. Der klassische Schalter ist bei fast allen Fluggesellschaften auf dem Rückzug. Manche Fluggesellschaften bieten das Einchecken am Schalter bereits nicht mehr überall oder kostenlos an. Oder es gibt nur wenige Schalter für verschiedene Flugziele.
Beispiele:
Lufthansa: Für die Economy Class gibt es in der Regel keine Schalter mehr. Einchecken ist nur am Automaten oder übers Internet möglich. Ansprechpartner für Notfälle seien aber immer vorhanden, so die Lufthansa.
Air Berlin: Air Berlin berechnet zum Beispiel in der Regel bei dem (günstigen) Just-fly-Tarif eine Gebühr von 15 Euro, wenn man am Schalter (und nicht online oder am Automaten) einchecken möchte.
2. Einchecken im Flughafen am Automaten:
Auch am Automaten kann man Einchecken, dabei oft noch den Sitzplatz auswählen und die Bordkarte ausdrucken. Dazu braucht man Buchungsnummer, Kredit- EC- oder Vielfliegerkarte, je nach Reiseziel auch Pass und Visum. Das Gepäck wird dann an einem Gepäckabgabeschalter der Fluggesellschaft abgegeben.
Vorteil: Es geht zwar oft recht schnell, aber es können sich unter Umständen auch dort längere Schlangen bilden.
Nachteil: Nicht alle Fluggesellschaften bieten an allen Flughäfen diese Automaten an. Das hängt auch von der vorhandenen Infrastruktur am jeweiligen Flughafen ab.
3. Online Check-in
Im Internet auf den Seiten der Fluggesellschaften kann man auch online einchecken. Dazu braucht man Buchungsnummer, Kredit- EC- oder Vielfliegerkarte. Die Bordkarte kann man sich dann am eigenen Drucker ausdrucken und das Gepäck am Flughafen an einem Gepäckabgabeschalter abgeben.
Vorteil: Es geht schnell, man kann es bequem von zuhause aus erledigen. Und man kann sich die Bordkarte auch aufs Handy schicken lassen.
Nachteil: Nicht alle Fluggesellschaften bieten es von allen Flughäfen aus an, das ist abhängig von der vorhandenen Infrastruktur.
Beispiele:
Condor: Online ist in NRW nur in Köln und Paderborn möglich.
Lufthansa: Beim Rückflug aus dem Urlaub, also beim Abflug aus einigen Urlaubsorten, ist kein online Check-in möglich, zum Beispiel von den Flughäfen auf Sardinien und Ibiza, in Kroatien, Faro (Portugal) und Pisa (Italien).
Achtung! RyanAir versteckt hier Kosten für das Ticket: Obwohl nur online Check-in möglich ist, kostet das sechs Euro pro Person und Flug extra.
Tipp: Unbedingt vorher die Eincheck-Zeit prüfen, meist ist das circa einen Tag vorher möglich. Das ist aber je nach Fluggesellschaft und tatsächlicher Abflugzeit unterschiedlich. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht immer kostenlos möglich und kann oft unabhängig vom Einchecken auch viel früher vorgenommen werden.
4. Einchecken mit dem Handy
Wer ein internetfähiges Handy besitzt beziehungsweise ein Smartphone, der kann auch von unterwegs aus über das Handy einchecken. Das Verfahren ist ähnlich wie beim online Check-in. Die Bordkarte muss man sich aber nicht ausdrucken, sie kann auch auf das Handy geschickt werden als E-Mail oder SMS mit Link. Die Bordkarte erhält man in Form eines 2D Barcodes, der am Gepäckabgabeschalter und beim Betreten des Sicherheitsbereichs und des Flugzeuges einfach eingelesen werden kann. Treten technische Fehler auf, kann man immer noch am Schalter einchecken. Vor – und Nachteile sind die gleichen wie beim online Check-in.
Was ist das schnellste Verfahren?
Alle Varianten haben ihre Tücken. Das schnellste ist sicher das Einchecken übers Internet, also am Computer oder per Smartphone – beides ist aber nicht überall verfügbar. Deshalb: Sich vor dem Abflug informieren, welche Möglichkeiten es für den konkreten Flug gibt, dann kann man eventuell Zeit und Nerven sparen.
Links:
Audio
- Audio: WDR 2 Quintessenz: Tipps zum Einchecken (29.06.2012) Birgit Eger, WDR 2 Westzeit
In die Suchmaschine im Internet oder auf den Seiten der Fluggesellschaften einfach die Stichworte "Check-in" oder "online Check-in" eingeben, so findet man meist ausführliche Gebrauchsanleitungen.
Stand: 29.06.2012, 09.00 Uhr
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