WDR 2 Quintessenz - Der kleine Einkaufsführer Fernseher mit Internetanschluss

Von Frank Wörner

Wer sich einen neuen Fernseher kaufen möchte, steht vor einer riesigen Auswahl. Viele Geräte bieten inzwischen auch einen Zugang ins Internet. Die Bedienung ist aber nicht immer komfortabel.


Flachbildschirm mit Fernbedienung
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Flachbildschirm mit Fernbedienung

Die Internetseiten

Rund die Hälfte der aktuell im Handel angebotenen Fernseher kann Internetseiten anzeigen. Mit vielen Geräten kann man auf beliebigen Seiten surfen, einige Hersteller lassen dagegen nur bestimmte Portale zu. Das sollte vor der Anschaffung abgeklärt werden. Besser als gewöhnliche Seiten sind oft die Portale bzw. Apps der Hersteller und anderer Anbieter. Darüber können z. B. Informationen abgerufen oder Videos angeschaut werden. Auch Zugänge zu sozialen Netzwerken wie Facebook oder Internet-Telefonie etwa über Skype sind oft möglich. Bei einigen Fernsehern ist sogar eine Kamera für die Videotelefonie eingebaut!

Die Bedienung

Ist der große Knackpunkt bei Fernsehern mit Internetzugang. Bei den meisten Geräten wird die Internet-Funktion über die Fernbedienung gesteuert - was häufig alles andere als komfortabel funktioniert. Nur ganz selten ist in die Fernbedienung noch eine kleine Tastatur eingebaut. Einige teurere Fernseher bieten dagegen beispielsweise eine Gestensteuerung an. Vor dem Kauf sollte man allerdings im Geschäft ausprobieren, ob man mit dieser Art der Bedienung klarkommt. Auch drahtlose Tatstaturen lassen sich häufig mit dem TV-Gerät verbinden. Recht komfortabel funktioniert bei vielen Fernsehern die Steuerung über ein Smartphone oder einen Tablet-PC.

Der Zugang

Läuft bei den meisten Geräte über drahtloses W-Lan - allerdings eben nicht bei allen! Wer also kein Computer-Netzwerkkabel quer durch sein Wohnzimmer legen will, sollte darauf achten, dass der Fernseher "funken" kann. Bei manchen TVs braucht man dafür ein Zusatzgerät ("Dongle"), das meist separat angeschafft werden muss. Wichtig: Vor dem Kauf prüfen, ob das heimische W-Lan in ausreichender Stärke an die Stelle sendet, an der der Fernseher später aufgestellt werden soll. Das kann man zum Beispiel mit einem W-Lan-fähigen Smartphone oder einem Notebook testen.

Die Voraussetzungen


Ein Internet-Zugang muss vorhanden sein, außerdem sollte es eine Flatrate für die Datennutzung geben, da gerade beim Anschauen von Videos aus dem Internet große Datenmengen anfallen. Auch die Bandbreite sollte ausreichend dimensioniert sein - sonst ruckelt das Bild. Vom Seitenaufbau sollte man keine Wunder erwarten: Häufig ist die Rechenleistung der Fernsehgeräte für die Internetfunktion deutlich geringer als bei Computer oder auch Tablet-PCs, so dass der Bildaufbau durchaus etwas länger dauern kann - obwohl die Bandbreite des Zugangs mehr hergeben würde.


Stand: 12.12.2012, 00.00 Uhr