WDR 2 Quintessenz - Der kleine Einkaufsführer: Elektrische Zahnbürsten
Elektrische Zahnbürsten gibt es inzwischen in jedem zweiten Haushalt in Deutschland. Die Geräte unterscheiden sich vor allem beim Preis und bei der Putzleistung. Allerdings hängt beides nicht unbedingt zusammen.

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Eine elektrische Zahnbürste
Das Putzsystem
Zwei verschiedene Arten von Zahnbürsten haben sich durchgesetzt: Rundkopfbürsten und die sogenannten Schallzahnbürsten. Erstere haben einen kleinen runden Bürstenkopf, der sich schnell hin und her dreht. Die Schallzahnbürsten haben einen länglichen Kopf, der vibriert, und das noch einmal deutlich schneller als bei den Rundkopfbürsten. Auch wenn die Bezeichnung ("schallaktiv", "sonic" etc.) etwas anderes vermuten lässt: Der Saubermacher ist dabei nicht der Schall selbst, sondern die Vibration.
Die Reinigungsleistung
Ist grundsätzlich bei beiden Systemen gut. Tendenziell sind Rundkopfbürsten allerdings eher für gründliche Putzer geeignet, die jeden Zahn einzeln sorgfältig bearbeiten. Schallbürsten sind dagegen die bessere Wahl für Putzmuffel. Für alle Geräte gilt: Sie sollten gut in der Hand liegen, immerhin werden sie jeden Tag mehrmals benutzt!
Die Ausstattung
Entscheidet mit über den Preis. Einfache Geräte können putzen und mehr nicht. Sinnvoll sind Signale, etwa durch Vibration oder Piepen, wenn die Putzzeit vorbei ist Diese Funktion haben sogar viele günstige Zahnbürsten. Alles Weitere muss teuer bezahlt werden, ist aber nicht zwingend nötig für saubere Zähne - etwa ein Display, das die Putzdauer und den Anpressdruck anzeigt und bei zu hohem Druck warnt.
Der Preis
Sagt nichts über die Qualität der Reinigung aus. Ein Test der Stiftung Warentest hat vor einiger Zeit ein erstaunliches Ergebnis erbracht:
Die beste Zahnbürste ("sehr gut" 1,5 getestet) kostete 120 Euro, die zweitbeste ("gut" 1,7) war nur geringfügig schlechter, kostete aber auch nur 30 Euro. Das günstigste "gute" Modell kam aus dem Drogeriemarkt und kostete 20 Euro, dafür war die mit knapp 150 Euro teuerste Zahnbürste gleichzeitig auch die schlechteste im Test.
Die Folgekosten
Audio
- Audio: WDR 2 Quintessenz: Der kleine Einkaufsführer - Elektrische Zahnbürsten (14.12.2012) Frank Wörner, WDR 2 Morgenmagazin
Der Strom für das Aufladen der Akkus kann praktisch vernachlässigt werden. Vergleichen sollte man aber die Kosten für Ersatzbürsten: Sie fangen bei einigen Modellen bei unter zwei Euro pro Stück an, die teuersten Ersatzbürsten kosten mit zwölf Euro dagegen mehr als sechs Mal so viel.
Stand: 14.12.2012, 00.00 Uhr
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