WDR 2 Servicezeit - Tipps für den Elektronikkauf Technik unterm Tannenbaum

Verschiedene Betriebssystem, zahlreiche Vertragspartner, unterschiedliche Leistung und Zusatzfunktionen – wer sich selbst oder andere zu Weihnachten mit Elektronik beglücken möchte, hat die Qual der Wahl und jede Menge Zusatzoptionen: Serviceverträge, zusätzliche Garantien, die richtige Bezugsquelle und und und. Eine falsche Entscheidung kann da schnell teuer werden.


Frau mit neuem Handy vor einem Tannenbaum
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Frau mit neuem Handy vor einem Tannenbaum

Testberichte im Internet

Viele Testberichte gibt es im Netz, zum Beispiel auf den Seiten der Stiftung Warentest. Dort werden regelmäßig Produkttests veröffentlicht, die man für einen kleinen Betrag herunterladen und lesen kann. Manchmal lohnt es sich auch, einfach den Namen des Produkts und das Wort Erfahrungsbericht in eine Suchmaschine einzugeben und in den Ergebnissen zu stöbern. Überwiegt hier die Kritik bei einem bestimmten Produkt, sollte man besser die Finger davon lassen.
Wichtig ist: Auch eine ausführliche Recherche im Netz ersetzt meist nicht eine gute Beratung. Wer unsicher ist und sich mit den Geräten nicht auskennt, sollte also besser in den Fachhandel gehen und sich dort beraten lassen.

Preisunterschiede

Wer beim Einkaufen im Netz sparen möchte, kann zum Beispiel mit Hilfe von speziellen Suchmaschinen Preise vergleichen – zum Beispiel auf idealo.de, guenstiger.de oder preistrend.de. Der Preisvergleich lohnt sich meistens. Wichtig ist, immer gleich mehrere Preissuchmaschinen zu benutzen, denn nicht alle nutzen die gleichen Datenbanken.

Günstige Vorgängermodelle

Wer auf die neuesten technischen Finessen verzichten kann, spart manchmal ganz schön viel Geld. Der Grund: Kommt ein neues Modell auf den Markt, werden die Vorgänger in der Regel im Preis herabgesetzt. Dabei sind die Unterschiede zwischen einem älteren und dem neuesten Modell gar nicht so groß. Es lohnt sich also, einfach mal die Leistungen zu vergleichen und dann eventuell das ältere Produkt zu kaufen.

Restposten

Günstige Elektroartikel gibt es manchmal auch direkt bei den Herstellern. Viele bieten über ihre Internetseiten zum Beispiel einzelne Restposten an. Manche verkaufen dort auch Geräte, die schon einmal umgetauscht worden und vom Hersteller wieder auf Vordermann gebracht worden sind. Technisch funktionieren die Geräte einwandfrei, allerdings sind sie in der Regel viel billiger. Wer noch mehr sparen möchte, kann im Netz zum Beispiel nach gebrauchten Artikeln suchen. Häufig werden auf Auktionsplattformen auch Geräte angeboten, die so gut wie neu sind, aber nur einen Bruchteil des Neupreises kosten.

Seriöse Shops

Einkaufen im Internet ist zwar bequem, kann aber mitunter auch Probleme bereiten. Wichtig ist: Nur bei Anbietern kaufen, die auf ihrer Seite ausführlich informieren und eine vollständige Firmenadresse nennen. Vertrauenswürdig sind auch Shops, die ein anerkanntes Gütesiegel haben – zum Beispiel das "Trusted Shops"-Siegel oder das "S@fer Shopping"-Siegel des TÜV Süd. Das Problem: Manche Anbieter von Webshops erfinden einfach eigene Siegel, die seriös wirken und die Kunden in die Falle locken. Auch da hilft die Suche nach Erfahrungsberichten anderer Kunden.

Rechnung und Lastschrift

Wenn es ums Bezahlen geht, geben viele Anbieter ihren Kunden die Wahl. Sie können per Lastschrift zahlen, per Kreditkarte, per Rechnung oder über Online-Bezahlsysteme wie Paypal. Stiftung Warentest rät: Wenn möglich, sollte man Online-Einkäufe klassisch per Rechnung bezahlen, auch wenn dadurch in der Regel zusätzliche Kosten entstehen. Der Vorteil: Bevor man das Geld an den Händler überweist, kann man die Ware bequem überprüfen und bei Schadensfällen direkt reklamieren. Auch die Zahlung per Lastschrift ist in Ordnung, schließlich kann man die Abbuchung innerhalb zweier Monate wieder rückgängig machen, sollte es Ärger mit dem Anbieter geben.

Rückgaberecht

Wer im Internet bestellt, hat ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Das heißt: Ohne Angabe von Gründen kann man die bestellte Ware einfach an den Händler zurückschicken. Der Kauf wird somit storniert. Der Kunde erhält im Austausch den Kaufpreis wieder erstattet. Die Frist beginnt in dem Moment, in dem der Käufer die Ware und die Widerrufsbelehrung erhält. Wichtig ist: Der Käufer darf die Ware zwar ausprobieren, bevor er sie an den Händler zurückschickt. Aber er darf sie nicht "alltäglich benutzen." Als Faustregel gilt deshalb: Niemals mehr mit der Ware machen, als man auch im Laden machen würde.

Verlängertes Rückgaberecht

Manche Onlinehändler, zumeist die großen Shops, nehmen die Ware auch länger als zwei Wochen zurück. Bei Amazon hat man zum Beispiel 30 Tage lang die Möglichkeit, die bereits gekauften Produkte einfach zurück zu schicken. Wichtig ist allerdings auch hier: Die Produkte dürfen nicht "alltäglich benutzt" worden sein. Es geht also nicht, ein Buch zu bestellen, es zu lesen und dann innerhalb der Frist zurück zu schicken.


Stand: 05.12.2012, 09.39 Uhr