WDR 2 Quintessenz - Smartphone Handy-Akku aufladen – von unterwegs

Von Demian von Osten

Akkus sind die größten Schwachstellen von Smartphones. Sie halten meist nur ein bis zwei Tage, bei Vieltelefonierern zum Teil weniger als einen Tag. Ärgerlich ist es daher, wenn man irgendwo unterwegs ist und die Akkus sind leer. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, Handyakkus auch unterwegs aufzuladen.


Handy wird aufgeladen
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Handy wird aufgeladen

Das richtige Ladekabel

Viele Ladekabel enden schon mit einem USB-Anschluss, der mit Hilfe eines Adapters wiederum in eine normale Steckdose gesteckt werden kann. Diese Kombination bietet unterwegs eine Menge Vorteile:

  • Fürs Auto gibt es USB-Zigarettenanzünder-Adapter. Sie ermöglichen, das Handy direkt mit Hilfe des Zigarettenanzünders aufzuladen. Der USB-Zigarettenanzünder-Adapter hat dabei einen besonderen Vorteil: Denn daran lassen sich nicht nur Smartphones anschließen, sondern auch andere Geräte wie zum Beispiel viele mp3-Player oder Tablet-Computer. Die Adapter kosten zwei bis drei Euro.
  • Wer einen Laptop dabei hat, kann auch damit sein Smartphone laden. Einfach in den USB-Anschluss einstecken und laden lassen – Voraussetzung ist, dass der Laptop eingeschaltet ist. Wenn man unterwegs ist und keinen Stromanschluss, aber einen Laptop zur Verfügung hat, ist das eine gute Lösung. Nachteil ist, dass die Stromstärke des Laptops wesentlich geringer ist. Das Handy braucht also wesentlich länger, um geladen zu werden.
  • Im Büro lässt sich dank des USB-Kabels das Smartphone auch leicht an einen Computer anschließen, da manchmal Steckdosen in Büros recht unzugänglich sind.

Akku unterwegs aufladen

Wenn der Akku unterwegs leer ist und man keinen Stromanschluss zur Verfügung hat, gibt es trotzdem Möglichkeiten, das Handy wieder zum Funktionieren zu bringen. Der erste Tipp ist so einfach wie effektiv: Einen Reserveakku mitnehmen. Bei vielen Smartphones lassen sich die Akkus austauschen. Einfach Reserveakku einsetzen und weiter telefonieren. Natürlich muss man den Reserveakku auch vorher geladen haben.

Doch bei manchen Smartphones wie dem iPhone von Apple lässt sich der Akku nicht so ohne Weiteres austauschen. Hier empfiehlt sich ein sogenanntes Akkupack. Das ist eine Art großer Reserveakku, der den Smartphone-Akku wieder aufladen kann. Und auch diesen externen Akku kann man wiederum aufladen. Hierfür gibt es verschiedene technische Möglichkeiten:

  • Solarzellen: Die gibt es zum Teil schon fertig eingebaut in Umhängetaschen. Dann sind sie zwar mit bis zu mehreren hundert Euro recht teuer, ermöglichen aber den Akku unterwegs aufzuladen, überall da, wo es Sonne gibt. Solarzellenladegeräte gibt es zum Teil schon billiger, allerdings bedeutet Sparen dabei oft eine deutlich geringere Ladeleistung. Hier sollte man lieber etwas mehr Geld ausgeben, um dafür ein gutes Produkt zu bekommen.
  • Handkurbeln: Für 50 bis 80 Euro gibt es kleine Handkurbeln, die das Handy wieder aufladen. Allerdings sollte man davon nicht zu viel erwarten, da man oft mindestens eine Minute kurbeln muss, um 30 Sekunden telefonieren zu können. Wer aber beim Wandern in der Wildnis unterwegs ist und dringend telefonieren muss, dem könnte eine solche Handkurbel helfen.

Bevor der Akku ganz leer ist: Energie sparen

In Smartphones kann man sich anschauen, was besonders viel Energie verbraucht. Bei Android-Smartphones gibt es unter Einstellungen ein eigenes Menü zur Akkunutzung. Dort kann man sehen, welche Anwendungen wie viel Energie verbrauchen. Beim iPhone gibt es dazu eigene Apps.


Meistens ist es das Display, das besonders viel Strom zieht. Deshalb hilft schon eine Verringerung der Display-Helligkeit dabei, Strom zu sparen. Wer seinen Akku weiter schonen möchte, sollte Funkdienste wie WLAN, Bluetooth oder GPS ausschalten. Und dann laufen auch viele Apps im Hintergrund weiter und verbrauchen Akkustrom. Hier empfiehlt es sich, die sogenannten Push-Dienste der Apps auszuschalten – dann hält der Akku länger.


Stand: 10.09.2012, 09.00 Uhr