WDR 2 Quintessenz - Haushaltscheck: Kostencheck per Haushaltsbuch
Schon Ebbe auf dem Konto, aber noch reichlich Monat übrig? Wenn Lohn oder Gehalt eigentlich ausreichen sollten, das Konto aus unerklärlichen Gründen aber trotzdem ständig in den Miesen ist, dann stimmt etwas nicht mit der Ausgabenplanung. Ein Haushaltsbuch verschafft da schnell einen Überblick.

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Peter Hornig und Christiane Sieland mit Expertin Ingrid Deutmeyer von der VZ Lünen
Chaos bei den Kosten
Hier mal ein Kaffee oder ein Teilchen zwischendurch, da mal eine Zeitschrift oder ein spontanes Schnäppchen im Klamottenladen – solche kleinen oder größeren Extras läppern sich: Im Laufe eines Monats kann da unbemerkt schon eine größere Summe einfach verschwinden. Und auch die festen Kosten, die vertraglich geregelt sind und immer wieder anfallen, sind längst nicht so übersichtlich wie man sie bräuchte. Da gibt es Zahlungen, die jeden Monat anfallen. Andere werden nur einmal im Vierteljahr oder gar jährlich abgebucht. Viele Verbraucher wissen gar nicht, wo ihr Geld jeden Monat bleibt – und können folglich auch nicht sagen, wo sie sparen könnten.
Sparhelfer Haushaltsbuch
Mit einem Haushaltsbuch sehen Sie genau, woher Ihr Geld kommt und wohin es fließt. Es unterstützt Sie bei Ihrer Ausgabenkontrolle und verschafft Ihnen einen umfassenden Überblick über Ihr Budget und Ihre Einnahmen und Ausgaben. Erst dann können Sie entscheiden, ob Ihnen die jeweilige Ausgabe das Geld wert ist oder ob Sie nach einer Alternative suchen wollen. Ein Haushaltsbuch anzulegen und zu führen, kostet etwas Mühe, lohnt sich aber. Um einen ersten Überblick zu erhalten, reicht es aus, wenn Sie das Haushaltsbuch mit den Grundinformationen füttern – das heißt den Einnahmen, den Fixkosten und den laufenden Ausgaben - und es dann für zwei oder drei Monate fortführen. Wenn Sie das zum ersten Mal machen, werden Sie sehr wahrscheinlich ziemlich überrascht sein, wofür Sie wie viel Geld ausgeben.
Das beste Haushaltsbuch
Ob Sie Ihr Haushaltsbuch mit einem Tabellenkalkulationsprogramm, einer speziellen Haushaltsbuch-Software führen oder ganz klassisch handschriftlich auf Papier, bleibt Ihren persönlichen Vorlieben überlassen. Wichtig ist, dass sie Ihre Einträge gerade in den ersten Monaten sorgfältig und regelmäßig machen. Wählen Sie also die Methode, die für Sie wirklich praktisch ist. Die PC-Varianten haben den Vorteil, dass der Computer für Sie das Rechnen übernimmt. Die handschriftliche Methode hingegen ist gerade für die laufenden Ausgaben für viele praktischer. Da lassen sich die Tagesausgaben abends am Küchentisch eintragen, ohne dass erst der Rechner hochgefahren werden muss.
Haushaltsbuch selbst gemacht
Für die handschriftliche Variante benötigen Sie eigentlich nur ein Heft mit Spalten und Zeilen (oder einfach ein kariertes Heft, am besten DIN A4). Es gibt auch vorgedruckte Haushaltsbücher in Schreibwarengeschäften und Buchhandlungen. Da ist der Platz allerdings bei vielen Exemplaren eher begrenzt. Wenn Sie mit Tabellenkalkulationsprogrammen wie Excel vertraut sind, können Sie da auch leicht Ihre eigene Vorlage erstellen.
Haushaltsbuch 2.0
Spezielle Haushaltsbuch-Software können Sie kaufen oder auch als freeware im Internet finden. Manche Banken wie zum Beispiel die Sparkassen bieten ebenfalls kostenlos solche Programme an. Inzwischen gibt es natürlich auch schon Online-Programme und Apps für Smartphones, mit denen Sie gleich beim Einkaufen Ihre Ausgaben in ein virtuelles Haushaltsbuch eintragen können. Die sind aber teilweise etwas umständlich. Und bei der Onlinevariante hat manch einer wahrscheinlich ein mulmiges Gefühl wegen der Datensicherheit. Auch hier gilt: Egal, ob Software, Online-Programm oder App - suchen Sie ein Programm aus, das zu Ihnen passt und das möglichst kostenlos ist. Schließlich geht es am Ende ja darum, Geld zu sparen.
Sparmöglichkeiten finden
Audio
- Audio: WDR 2 Quintessenz: Kostencheck per Haushaltsbuch (22.10.2012) Barbara Claesges, WDR 2 Westzeit
Nach zwei oder drei Monaten mit dem Haushaltsbuch können Sie meistens schon ganz gut einschätzen, wo Ihr Geld bleibt – und wo es nicht bleiben sollte. Damit können Sie beurteilen, wo Sie sparen können, ohne gleich die Lebensqualität einzuschränken: Welche Ausgaben sind überflüssig? Wo lässt sich für gleiche oder bessere Qualität ein günstigeres Angebot finden? Das betrifft nicht nur die laufenden Ausgaben für Lebensmittel und Kleidung, sondern vor allem auch die Fixkosten, etwa bei Energieanbieter, Versicherungen und Telefon- und Internetverträgen. Wer hier alle paar Jahre aufräumt, kann oft mehrere hundert Euro im Jahr sparen
Stand: 22.10.2012, 00.00 Uhr
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