WDR 2 Quintessenz - Gesundheitsmuffel: Männer sollen gesünder leben
Männer und Frauen unterscheiden sich in vielen Punkten – unter anderem auch in ihrer Einstellung zur eigenen Gesundheit. Die scheint bei Männern weniger ausgeprägt zu sein, als bei Frauen. Bisher gehen sie seltener zum Arzt, ernähren sich ungesünder und rauchen häufiger. Kein Wunder also, dass sie früher sterben. Der erste Kongress für Männergesundheit (29.01.2013) will dazu beitragen, Männern das Thema "Gesundheit" näher zu bringen.

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Mann zur Untersuchung beim Arzt
Männer leben ungesünder
Das betrifft verschiedene Punkte wie zum Beispiel: Die meisten Männer ernähren sich ungesünder als Frauen: Sie essen fettiger, salziger, mehr Fleisch und weniger Gemüse. Männer trinken häufiger viel Alkohol; das gilt gleichermaßen für Jugendliche und Erwachsene. Außerdem leiden Männer öfter an einer Suchterkrankung: Sie greifen häufiger als Frauen zur Zigarette oder zu Drogen. Hinzu kommt, dass Männer seltener zum Arzt gehen, zum Beispiel zur Früherkennung.
Das soll sich ändern
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ein Internetportal gestartet mit dem Titel "Männergesundheit", das genau diese Punkte anspricht: Dort findet sich gleich auf der ersten Seite das Thema "Ernährung" – mit konkreten Tipps zur gesunden Ernährung am Arbeitsplatz. Darüber hinaus geht es um die Themen "Sucht" und "Fitness". Bewegung ist nicht nur wichtig für die Gesundheit, sondern auch ein Thema, das viele Männer interessiert.
Früherkennung
Weiteres Thema auf der Internetseite „Männergesundheit“: die Früherkennung. Das Portal informiert darüber, ab welchem Alter welche Untersuchungen Männern angeboten werden: zum Beispiel die Früherkennung von Hautkrebs oder von Darmkrebs. Außerdem werden Links zu Webseiten genannt, auf denen die Vor- und die Nachteile der verschiedenen Krebsfrüherkennungsmethoden genannt werden.
Psychische Erkrankungen
Bis vor Kurzem waren besonders psychische Erkrankungen für viele Männer ein Tabuthema. So war es zum Beispiel. gerade für Männer sehr schwierig, sich und ihrer Umgebung einzugestehen, dass sie an einer Depression leiden. Das galt als Versagen, quasi als "nicht hart genug sein". Aber in den vergangenen Jahren hat sich einiges verändert. Dadurch, dass Themen wie "Depression" oder "Burn-out" stärker in der Öffentlichkeit besprochen wurden, fällt es auch Männern mittlerweile leichter, sich einzugestehen, dass sie psychische Probleme haben.
Männergesundheit als neuer Markt?
Audio
- Audio: WDR 2 Quintessenz: Männergesundheit (29.01.2013) Christina Sartori, WDR 2
Das Thema "Männergesundheit" ist manchmal auch einfach nur ein Vorwand, um neue Produkte an eine neue Kundengruppe zu verkaufen: Wenn etwa behauptet wird, dass auch Männer in die Wechseljahre kommen und deswegen Hormone schlucken sollen. Oder wenn Männern der sogenannte PSA-Test als Früherkennung für Prostata-Krebs fast schon aufgedrängt wird, wie es vor kurzem noch der Fall war. Dabei ist der Test sehr umstritten in seiner Wirksamkeit. In einigen Fällen geht es eben eher ums Geld verdienen und nicht um eine bessere Gesundheit. Doch das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen: Nicht alles was angeboten wird, ist gut für die Gesundheit. Diese Probleme werden zum Beispiel auf dem Männergesundheitsportal der BZgA auch angesprochen: Welche Untersuchung ist sinnvoll? Welche Nachteile hat diese oder jene Krebsfrüherkennung und vieles mehr.
Stand: 29.01.2013, 00.00 Uhr
- Erster Männergesundheitskongress (Januar 2013, Berlin)
- Portal "Männergesundheit" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
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Was Sie über Möglichkeiten und Grenzen von Früherkennungsmöglichkeiten wissen sollten laut Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
- Männergesundheit
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