WDR 2 Quintessenz - Tipps für den Matratzenkauf Entspannt schlafen

Von Stephanie Kowalewski

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Guter Schlaf ist für die Gesundheit ebenso wichtig wie Essen und Trinken. Doch erholsamer Schlaf ist leider keine Selbstverständlichkeit.


Frau testet neue Matratze
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Frau testet neue Matratze

Eine schlechte Liegeposition, eine zu harte oder zu weiche Matratze oder auch ein durchhängender Lattenrost können uns den Schlaf rauben. Mehr noch: Falsches Liegen kann zu Rücken- und Nackenschmerzen führen. Aber welche Matratze ist denn nun die richtige?

Sie muss passen

Taschenfederkern, Latex oder Kaltschaum? Das Angebot ist riesig und verwirrend. Grundsätzlich gilt: Die Matratze muss passen wie ein Maßanzug. Sie soll den Körper einerseits entlasten, Taille und Hohlkreuz aber ausreichend stützen. Schultern und Hüfte müssen leicht einsinken können, damit die Wirbelsäule in Balance gehalten wird. Experten sind sich einig: Die eine beste Matratze gibt es nicht. Jeder muss für sich die optimale Schlafunterlage herausfinden. Da hilft nur Ausprobieren, Probeliegen und Vergleichen.

Tipps für den Matratzenkauf

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, ob Sie es mögen, wenn die Matratze leicht nachschwingt oder nicht, ob Sie nachts schnell frieren oder eher schwitzen. Informieren Sie den Verkäufer über Körpergewicht, Größe, Allergien, bevorzugte Schlafpositionen und vorhandene Beschwerden. Nehmen Sie sich viel Zeit für den Matratzenkauf und gehen Sie am besten vormittags. Denn nach einem anstrengenden Tag freut man sich über jedes Bett. Testen Sie verschiedene Liegepositionen. Unbedingt auch die, in der Sie sonst auch schlafen. Bauchschläfer sollten auf jeden Fall die Bauchlage ausreichend testen. Die Matratze darf nicht zu weich sein, damit der Lendenwirbelbereich nicht zu sehr durchhängt. Für die Entspannung der Wirbelsäule brauchen Bauchschläfer von unten eine Stütze. Probieren Sie nicht zu viele Matratzen.
Faustregel: Weichere Matratzen eignen sich für leichte Menschen besser, härtere für schwere. Die Härteangaben der Hersteller bieten in der Regel keine gute Vergleichsmöglichkeit, da fast jeder nach seinem eigenen System kennzeichnet. Deshalb hilft nur eins: Ausprobieren.

Lattenrost

Eine gute Taschenfederkernmatratze braucht keinen besonderen Lattenrost. Die Abstände zwischen den Latten dürfen jedoch auch hier nicht zu groß sein, damit die Matratze nicht durchhängt und kaputt geht. Wer sich jedoch für Kaltschaum oder Latex entscheidet, braucht eine federnde Unterlage. Je nach Typ kann auch ein so genannter selbstregulierender Flügel-Lattenrost gut sein. Er besteht aus unzähligen kleinen Kunststoffplättchen, die besonders für Mischschläfer geeignet sind.

Frieren oder Schwitzen

Wer nachts schnell schwitzt könnte auf einer Taschenfederkernmatratze besonders gut liegen, weil sie gut durchlüftet wird und den Schweiß rasch vom Körper wegtransportiert. Wegen ihrer zahlreichen Federn schwingt dieser Matratzentyp etwas nach, allerdings nicht so stark, wie die herkömmlichen Federkernmatratzen, deren Federn alle miteinander verdrahtet sind. In den aufwendiger verarbeiteten Taschenfederkernmatratzen ist jede Feder in eine eigene Tasche genäht. Die Matratze schwingt deshalb nur dort nach, wo sie belastet wird und passt sich dem Körper gut an. Wer hingegen leicht friert, für den könnte eine Kaltschaummatratze das richtige sein. Kaltschaummatratzen halten die Wärme länger als Federkernmatratzen. Für eine gute Durchlüftung sorgen Luftkammern und Belüftungskanäle im Schaumstoff.

Der Preis


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Bei Matratzen gilt nicht teuer gleich gut. Bei Matratzentests der Stiftung Warentest haben etwa Luxusmodelle, die damit werben individuell angepasst zu werden, nicht gut abgeschnitten. Gute Kaltschaummatratzen sind laut Stiftung Warentest schon ab 200 bis 300 Euro zu haben. Taschenfederkern- und Latexmatratzen mit der Testnote "gut" kosten zwischen knapp 300 und 700 Euro.


Stand: 26.07.2012, 00.00 Uhr