WDR 2 Quintessenz - Im Internet einkaufen Sicher online shoppen

Von Matthias Hof

Bei den Verbraucherzentralen häufen sich in der Weihnachtszeit Beschwerde-Fälle, nach dem Einkauf im Internet: Die Käufer haben bezahlt, aber keine Ware erhalten. Das kann man nie hundertprozentig ausschließen, aber man kann sich schützen.


Computermaus auf Weihnachtsgeschenk
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Computermaus auf Weihnachtsgeschenk

Anbieter überprüfen

1. Impressum anschauen: Der Anbieter muss dort seine Daten hinterlegen: Adresse, Telefonnummer sollten mindestens vorhanden sein.

2. Gütesiegel überprüfen: Hat sich der Anbieter von einer unabhängigen Stelle prüfen lassen? Teilweise bieten die Gütesiegelanbieter sogar einen Käuferschutz an. Das bedeutet, wenn man keine Ware erhält, dann bekommt man das Geld zurück.

3. Check per Suchmaschine: Man sollte vor allen Dingen auch mithilfe einer Suchmaschine den Anbieter oder den Namen des Geschäftsführers suchen - verbunden mit den Wörtern "Betrug" oder "Abzocke".  Wenn sich andere Kunden schon einmal über einen Anbieter beschwert haben, erscheint das in den Ergebnissen.

Achtung Datenklau!

Besonders in der Vorweihnachtszeit sind unseriöse oder kriminelle Anbieter aktiv. Sie verschicken etwa E-Mails, die vorgeben man hätte etwas bestellt und es müssten noch Daten abgefragt werden. Oder es wird für besonders günstige Sonderangebote von teuren Firmen geworben. Dann wird dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken. Die Verbraucherzentrale NRW rät in solchen Fällen, sehr vorsichtig zu sein, denn es kann sein, dass man auf eine gefährliche Seite gerät. Die könnte Schadsoftware auf den eigenen Rechner laden. Im Extremfall kann es auch passieren, dass Konten leer geräumt werden, wenn man wirklich seine Daten eingegeben hat.

Nicht per Vorauskasse zahlen

Überprüfen Sie vor dem Bezahlen auf jeden Fall noch die Versandkosten. Diese müssen ausgewiesen sein und können in einigen Fällen das Schnäppchen doch noch ziemlich teuer machen. Die Verbraucherzentrale NRW rät außerdem: Vor allen Dingen bei Zahlung per Vorauskasse ganz vorsichtig sein, denn wenn man Geld überweist, kann es nicht mehr zurückgebucht werden. Wer aber per Rechnung zahlt oder zumindest per Lastschrift, der hat besser Chancen, sich Geld zurück zu holen, wenn es Ärger gibt. Per Rechnung zu zahlen ist eine relativ sichere Möglichkeit, denn dann bekommt man erst die Ware, und überweist danach das Geld.

Liefertermine überprüfen

Wenn die Geschenke zu spät kommen, dann ist Weihnachten meist schon vorbei. Deshalb: Erkundigen Sie sich beim Händler, ob die Lieferung bis Weihnachten unterm Baum liegt. Ist das nicht der Fall: anderen Anbieter wählen.

Riskante Downloads

Kostenpflichtige Downloads von Musik, Spielen oder Software können riskant sein: In der Europäischen Union patzen mehr als drei Viertel aller Online-Shops für digitale Musik, Bücher, Spiele oder Videos beim Verbraucherschutz. Davor warnt die EU-Kommission ganz aktuell. Ein Viertel aller Websites würde nicht die Identität des Händlers und seine E-Mail-Adresse angeben - das mache Nachfragen nach dem Kauf unmöglich. Häufig versuchten die Anbieter auch, ihre Kunden bei den Vertragsbedingungen über den Tisch zu ziehen. So schlossen die Händler zum Beispiel eine Haftung für Schäden am Computer ihrer Kunden durch heruntergeladene Software aus, oder versuchten, das Recht auf Entschädigung oder Ersatz zu beschränken. Solche und ähnliche Regelungen fanden die Prüfer bei fast 70 Prozent der Seiten. Auch fehlte auf gut 40 Prozent der Seiten der Hinweis, dass heruntergeladene Produkte im Gegensatz zu gekauften Gegenständen nicht zurückgegeben werden können.

Gratisaktionen als Köder für Kinder


Gerade Kinder würden oft mit angeblich kostenlosen Spielen gelockt, bei denen aber später Kosten drohten. Neun von zehn entsprechenden Webseiten wiesen nicht deutlich sichtbar schon vor Beginn eines Spiels darauf hin. Eltern müssten also aufpassen, dass Kinder solchen Lockangeboten nicht zum Opfer fallen, warnt die EU-Kommission.


Stand: 10.12.2012, 09.39 Uhr