Einkauf im EU-Ausland, Spielzeugkauf, TÜV: Tipps und Trends vom 07.09.2012
Urteil: Einkaufen im EU-Ausland
Shoppen im Ausland – das ist besonders im Urlaub und auf Reisen eine große Verlockung. Problematisch wird es allerdings, wenn sich Käufer und Verkäufer später wegen Mängeln in die Haare kommen. Doch künftig sollen Verbraucher innerhalb der EU etwas leichter klagen können. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil die Rechte von Verbrauchern gestärkt, die in anderen EU-Ländern einkaufen gehen. Falls es wegen Mängel später zum Streit kommt, können sie künftig auch in ihrem Heimatland klagen. Vorausgesetzt, der Händler verkauft auch in dieses Land, etwa übers Internet. Das gilt auch für den Fall, dass der Kaufvertrag im Ausland unterschrieben wurde. Im Streitfall hatte eine Österreicherin im Netz recherchiert und war auf einen Gebrauchtwagen in Deutschland gestoßen. Sie holte den Wagen dort ab und unterschrieb vor Ort den Kaufvertrag. Wieder zurück in Österreich stellte die Frau Mängel fest, die der Händler ihr verschwiegen hatte. Nun wollte sie in Österreich klagen. Wie der EuGH entschieden hat, darf sie das, sie muss nicht im Ausland klagen.
Bei grenzüberschreitenden Problemen hilft im Übrigen auch das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland, in Kehl. (Az.: C 190/11)
Geschlechter-Klischees beim Spielzeugkauf
Den flotten Rennwagen für die Jungs, die niedliche Puppe für die Mädchen. Weit mehr als die Hälfte aller Deutschen (61 Prozent) lassen sich immer noch von den typischen Rollenvorstellungen leiten, wenn sie Spielzeug für die Kleinen kaufen. Das hat die GfK Marktforschung in Nürnberg im Auftrag des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" herausgefunden. Vor allem auf dem Land herrsche die Meinung vor, dass zum Beispiel eigentlich nur Mädchen mit Puppen spielen und keine Jungs.
Preisunterschiede beim Tüv
Wer mit seinem Auto zur Haupt- und Abgasuntersuchung muss, sollte vorher die Preise bei verschiedenen Werkstätten und Prüfstellen vergleichen. Dass sich das lohnen kann, hat die Verbraucherzentrale in einer Stichprobe an 40 Prüfstellen in NRW herausgefunden. Die Preisspanne lag bei einem Gebrauchtwagen zwischen 70 und 120 Euro. Am günstigsten war mit knapp 70 Euro eine freie Werkstatt in Düsseldorf. Die meisten Werkstätten verlangten zwischen 90 und 100 Euro. So viel hat auch die Untersuchung bei einer Prüfstelle etwa von Tüv oder Dekra gekostet. Am teuersten waren dagegen zwei Vertragshändler aus Köln und Leverkusen.
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Stand: 07.09.2012, 10.12 Uhr
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