WDR 2 Quintessenz - Safer Internet Day Kinderschutz online

Von Jörg Brunsmann

Online-Rechte und Verantwortung - das ist das Motto des "Safer Internet Day" in diesem Jahr. Diesen Tag, der für mehr Sicherheit im Internet wirbt, hat unter anderem die Europäische Union ausgerufen - und das bereits zum zehnten Mal. Eins der wichtigsten Anliegen: Kinder vor unerwünschten Inhalten im Netz zu schützen und ihnen bei zu bringen, wie sie verantwortungsvoll mit den Online-Angeboten umgehen.


Jugendliche vor Computer am Safer Internet Day
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Jugendliche vor Computer am Safer Internet Day

Medienkompetenz

Kinder können Schritt für Schritt von Lehrern oder Eltern lernen, welche Möglichkeiten das Netz bietet, welche Probleme dort aber auch lauern und wie man diesen entgehen kann. Ab einem bestimmten Alter ist Vermittlung von Medienkompetenz sicherlich sinnvoll, doch weil auch viele kleinere Kinder inzwischen das Internet, Smartphones und Computer wie TabletPCs nutzen, sind technische Lösungen nach wie vor angesagt.

Volle Kontrolle am PC

Für den PC gibt es inzwischen sehr gute und ausgereifte Lösungen für den Kinderschutz. Teilweise sind diese bereits fest in die Betriebssysteme integriert. Das aktuelle Windows 8 von Microsoft beispielsweise bietet eine Funktion namens "Family Safety". Dort kann man für jeden Nutzer einen eigenen Bereich einrichten und vor allem für Kinder und Jugendliche den Zugriff auf den PC und das Internet einschränken. So lässt sich hier beispielsweise festlegen, ob das Internet genutzt werden darf und welche Inhalte erlaubt sind. Man kann sogar den Zugang zum PC zeitlich begrenzen.

Problem mobiler Netzzugang

Bei Smartphones und TabletPCs ist die Kontrolle derzeit noch etwas schwieriger. Die meisten Geräte sind nicht für mehrere Nutzer ausgelegt. Ausnahme: Manche Tablet-PCs mit dem neuesten Android-Betriebssystem bieten die Möglichkeit, mehrere so genannter "Benutzerkonten" anzulegen, bei denen dann für Kinder der Netzzugang eingeschränkt werden kann.

Bei anderen Geräten – zum Beispiel dem iPhone oder iPad von Apple – kann man sich behelfen, indem man so genannte "Einschränkungen" festlegt. Im Bereich "Einstellungen" finden sich viele Möglichkeiten, den Zugriff auf das Gerät und unterschiedliche Bereiche zu steuern. So kann man beispielsweise festlegen, dass die Kamera nicht benutzt werden darf oder keine Apps installiert werden können. Der Zugang zu diesen Einschränkungs-Einstellungen wird mit einem vierstelligen Zifferncode gesichert.

Der Nachteil: Die Einschränkungen gelten für alle Nutzer des Gerätes. Das ist vor allem hilfreich, wenn Kinder und Jugendliche ihr eigenes Gerät besitzen. Dürfen sie eines der Eltern für einen Weile mitbenutzen, ist dieser Weg ein bisschen umständlich. Denn dann muss man die Einschränkungen so lange aktivieren wie die Kinder es verwenden und sie anschließend jeweils durch Eingabe des Zifferncodes wieder ausschalten. Wem das zu viel Aufwand ist, dem bleibt nur eins: Dabei bleiben und direkt überwachen, was der Nachwuchs im Internet tut.


Stand: 05.02.2013, 00.00 Uhr