WDR 2 Servicezeit - Gartenarbeit im Sommer: Pflanzen, düngen, jäten
Auch wenn Gärtner hierzulande es kaum noch für möglich hielten: Mit der Sonne der letzten Tage trocknet der Garten endlich ab und Beete und Rasen können wieder betreten und bearbeitet werden. Was jetzt auffällt: In der "Regenzeit" hat sich viel Arbeit angesammelt.
-
-
Bild 1 vergrößern
+
Familie bei der Gartenarbeit (Fotostrecke 1)
Ende Juli wichtiger Termin
Der Garten hatte in den vergangenen Wochen bei viel Regen und moderaten Temperaturen Zeit, sich zu entwickeln. Es hat sich viel Blattmasse gebildet. Die Blüten sind zum Teil verregnet. In vielen Fällen haben sich Garten und Beete in eine grüne Hölle verwandelt. Doch Ende Juli ist in vieler Hinsicht ein wichtiger Termin, um den Garten sowie die Pflanzen in Töpfen und Kübeln gut in die zweite Jahreshälfte zu bringen. Schließlich soll der Spätsommer bunt und blütenreich werden, der Herbst zahlreiche Früchte bringen und der Winter – ganz gleich wie kalt, nass und schneereich er wird - keine schweren Schäden zur Folge haben.
Tipp 1: Eine letzte Düngergabe
Ende Juli ist der Stichtag zu dem das letzte Mal in der Saison die mehrjährigen Freilandpflanzen sowie Kübelpflanzen gedüngt werden sollten. Man gibt jetzt nochmals etwas Flüssigdünger zum Gießwasser oder streut einen mineralischen Volldünger (Blaukorn, Grünkorn). Organische Dünger wie Hornspäne, Komposterde und Dung brauchen etwa drei bis fünf Wochen, bis sie im Boden in Nährstoffe umgewandelt worden sind, die von den Pflanzen aufgenommen werden können. Deshalb liegt der Stichtag dafür entsprechend einen Monat früher.
Richtig düngen
Wichtig ist, dass man nur die Pflanzen düngt, die wirklich Nährstoffe benötigen, wie geschnittene Hecken oder Figuren, reich blühende Rosen und Pflanzen, deren Blätter untypisch hellgrün sind. Der Dünger wird auf die feuchte Erde gegeben. Niemals sollte man Pflanzen, die durch Trockenheit welk sind, düngen. Die sogenannte Herbstdüngung, für die der beste Zeitpunkt zwischen Ende August und Mitte September liegt, bezieht sich ausschließlich auf den Rasen. Die Gräser des grünen Teppichs im Garten werden mit Nährstoffen versorgt, die den Rasen für die frostige Winterzeit widerstandsfähig machen.
Tipp 2: Jetzt noch mal was schönes pflanzen
Für den Urlaub auf Balkonien oder im Gartenparadies macht man es sich bunt und blütenreich. Ein paar Sommerblumen für die Lücken im Beet und ein paar Blütenwunder für Töpfe und Kübel kurbeln das Sommergefühl an. Jetzt gibt es im Gartencenter, auf dem Wochenmarkt und natürlich beim Gärtner schöne Blüh-Pflanzen. Besonders lange blühen Sonnenhut, Hortensie und Begonie. Rittersporn und Kapfuchsie sehen auch toll aus, aber meist ist die Blütenpracht nach wenigen Wochen erschöpft. Die Pflanzen brauchen jetzt keinen Dünger mehr, man muss nur darauf achten, dass sie ausreichend mit Wasser versorgt werden, damit sie sich bald selbst versorgen können.
Tipp 3: Kleines ABC des Gießens
Die Hitze lässt das Wasser verdunsten und wenn man gießt, läuft die Wasseruhr mit. Daher ist es wichtig, die Pflanzen auf der einen Seite optimal zu versorgen und andererseits so sparsam wie möglich mit dem Wasser umzugehen.
Daher sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen:
• Gießen Sie Ihre Pflanzen in den frühen Morgenstunden. So kann das Wasser optimal genutzt werden und es verdunstet wenig davon. Außerdem bleiben die Pflanzen gesund, weil Tropfwasser rasch abtrocknet.
• Wässern Sie an einem Tag durchdringend den Boden, dann können sich die Pflanzen zwei bis drei Tage selber versorgen.
• Verwenden Sie entweder bodennah ausgelegte Tropfschläuche oder eine Düse mit großen Tropfen. Bei Hitze verdunstet fein versprühtes Wasser schnell und gelangt nicht an die Pflanzen.
• Töpfe werden am besten in einem Eimer getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. So kann sich die Erde gut vollsaugen und das Wasser rinnt nicht nur einfach durch das Substrat hindurch.
Stand: 25.07.2012, 09.00 Uhr
Seite teilen
Über Soziale Medien