Desinfektionsmittel im Gemüse, Aufsichtspflicht, Gesundheit: Tipps und Trends vom 13.07.2012
Desinfektionsmittel in Kräutern und Gemüse
Millionen von Töpfen mit Küchenkräutern mussten in den letzten Wochen vernichtet werden, teilte die Landwirtschaftskammer NRW mit. Der Grund: das Pflanzenstärkungsmittel Vi-Care, das vor allem von Bio- Bauern verwendeten wurde. In diesem Mittel wurde der Wirkstoff DDAC gefunden, ein Desinfektionsmittel und Mittel gegen Pilze.
Die gute Nachricht: Wer Basilikum oder Petersilie, die mit dem Desinfektionsmittel DDAC (Didecyldimethylammoniumchlorid) behandelt wurden, bereits gegessen hat, der wird sehr wahrscheinlich keine akuten oder chronischen Gesundheitsschäden davontragen. Das Bundesamt für Risikobewertung und das Verbraucherschutzministerium NRW haben das jetzt bestätigt. Die schlechte Nachricht: Niemand weiß, wie der Wirkstoff in das Pflanzenstärkungsmittel Vi-Care kam. Und da DDAC auch nicht für Nahrungsmittel zugelassen ist, gibt es auch keine spezifischen Grenzwerte. Deshalb wurde Vi-Care vorsorglich ganz verboten.
Steinewerfende KiTa-Kinder
Das gab richtig Ärger: Eine Erzieherin aus Bitburg in Rheinland-Pfalz hielt sich mit acht Kindern im Freigelände des Kindergartens auf, als drei Kurze anfingen Kieselsteine auf ein Auto zu werfen. Der Schaden: über 1000 Euro. Unklar war: Wer musste in diesem Fall haften? Der Autobesitzer klagte bis zum Koblenzer Oberlandesgericht und das entschied: Die Stadt, als Trägerin des Kindergartens, muss für den Schaden aufkommen. Denn: Die Kinder waren offenbar eine längere Zeit unbeaufsichtigt und damit habe die Erzieherin ihre Aufsichtspflicht verletzt. Die Richter ließen allerdings eine Revision am Bundesgerichtshof zu, weil die Frage: „Wer muss die Verletzung der Aufsichtspflicht beweisen?“, in der deutschen Rechtssprechung umstritten ist. (Koblenzer Oberlandesgericht AZ: 1 U 1086/11)
Ratgeber: Garten für Allergiker
Pollenallergiker haben im Sommer nicht so viel von der schönen Blütenpracht. Das Dauerniesen oder Augentränen im Garten macht einfach keinen Spaß. Es sei denn man kennt ein paar Tricks. Der Lebensmittel-Informationsdienst aid hat Tipps zusammengestellt, welche Pflanzen für allergenarme Gärten geeignet sind und wie man sich durch bestimmte Verhaltensregeln, zum Beispiel durch rechtzeitiges Mähen, vor starken Niesattacken schützen kann.
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Stand: 13.07.2012, 14.50 Uhr
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