Reputation im Internet: So lässt sich der eigene Ruf verbessern
"Das Internet vergisst nie" - ein oft gehörter Spruch. Manchmal allerdings wäre es ganz gut, wenn auch das Internet etwas vergessen würde. Das wünscht sich beispielsweise auch Bettina Wulff, die Ehefrau des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff.
Sie geht juristisch gegen die Verbreitung von Gerüchten im Internet vor; unter anderem gegen die Suchmaschine Google. Bis vor einiger Zeit wäre es dabei vielleicht auch anders gegangen. Es gibt Unternehmen, die kümmern sich darum, den Ruf ihrer Kunden im Netz aufzupolieren.

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Der "gute Ruf" kann durch Einträge im Internet durchaus Schaden nehmen
Auch das Netz kann manchmal vergessen
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- Audio: Reputation im Internet (16.09.2012) Jörg Brunsmann / Cathrin Brackmann, WDR 2 am Sonntag
Diese sogenannten "Online-Reputationsmanager" haben mehrere Möglichkeiten. Eine davon: Böse Gerüchte, unvorteilhafte Fotos oder Videos lassen sich aus dem Netz entfernen; das Internet soll also in der Tat vergessen. Dazu muss man allerdings wissen, wo sich die Quelle dieser Daten befindet. Sind die unliebsamen Daten bei großen Anbietern wie beispielsweise Facebook gespeichert, gibt es gute Chancen, dass diese Unternehmen sie aus dem Netz herausnehmen. Christian Keppel von "Dein guter Ruf.de" hat damit recht gute Erfahrungen gemacht: "Wir haben in diesem Bereich eine Erfolgsquote von 85 Prozent, die ist auch ziemlich stabil über die letzten vier Jahre", so Keppel. Der Grund: Seriöse Anbieter im Internet haben durchaus ein Interesse daran, nicht selbst einen schlechten Ruf zu bekommen und sind daher bereit, Daten bei entsprechender Nachfrage aus dem Internet herauszunehmen.
Mehr vom Guten - um das Schlechte zu verdrängen
Schwieriger wird es, wenn man die genaue Quelle der problematischen Daten nicht kennt oder diese immer wieder ins Internet gestellt werden, ohne dass sich der Urheber ausfindig machen lässt. Entscheidend für die Online-Reputation ist vor allem die Platzierung bei den wichtigsten Suchmaschinen, insbesondere bei Google. Tauchen die Gerüchte schon auf der ersten oder zweiten Seite der Suchergebnisse auf, können sie sich leicht verselbstständigen. Stehen weit vorne in der Ergebnisliste jedoch andere Dinge, werden die problematischen Daten nicht oder nicht mehr so stark wahrgenommen. Online-Reputationsmanager versuchen daher, die Suchergebnisse - wie Christian Keppel es nennt - zu "korrigieren". Das geht zum Beispiel, indem die Reputationsmanager positive Daten über ihre Kunden veröffentlichen. Diese können die negativen Suchergebnisse irgendwann verdrängen.
Auch Reputationsmanager stoßen an ihre Grenzen
Im Fall von Bettina Wulff, so Keppel von "Dein guter Ruf.de", hätte man bis vor einigen Monaten diesen Weg ebenfalls beschreiten können. Mittlerweile, so glaubt er, sind hier die Möglichkeiten eines Reputationsmanagers aber ausgeschöpft: "Man kann sich vorstellen, dass mit der ganzen Berichterstattung mittlerweile Hunderte von neuen Einträgen genau zu diesem Thema entstanden sind und natürlich auch wahrscheinlich Hunderttausende Leute diese Suchwortkombination bei Google angegeben haben. Von daher sehe ich persönlich diesen Fall für die nächsten Jahre als hoffnungslos an."
Stand: 16.09.2012, 14.12 Uhr
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