2013 steigen Strompreise Anbieter wechseln

Rund 900 Stromanbieter gibt es in Deutschland, viele werden die Tarife zum Jahreswechsel deutlich erhöhen. Der Chef des Kartellamts hat die Verbraucher am Freitag (23.11.2012) aufgefordert, endlich öfter den Stromanbieter zu wechseln. Bei vielen könne das zu Einsparungen führen.


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"Auch wenn viele Stromversorger nun Kosten der Energiewende an die Verbraucher weitergeben, kann ein Anbieterwechsel in vielen Fällen zu erheblichen Einsparungen führen", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt d. "Man kann gar nicht eindringlich genug an die Verbraucher appellieren, Preise zu vergleichen und von ihren Wechselmöglichkeiten Gebrauch zu machen."


Energie wird teurer: Viele Stromanbieter wollen die Preise erhöhen

Steigerung um elf Prozent in Bochum


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Am Donnerstag (15.11.2012) hatten die Stromanbieter die Preise veröffentlicht, die sie vom 1. Januar 2013 an vom Endverbraucher fordern wollen. Viele Anbieter, die großen wie auch die kleineren, werden die Preise zum Teil deutlich erhöhen. In NRW müssen unter anderem Kunden der Stadtwerke Bonn zum Jahresbeginn im Schnitt zehn Prozent mehr zahlen. Auch RWE, die Stadtwerke Brühl sowie die Bad Honnef AG wollen künftig mehr Geld für ihren Strom. Dagegen will die Kölner Rhein Energie die Preise erst einmal stabil halten. Die Stadtwerke Lemgo haben angekündigt, den Strompreis um drei Cent pro Kilowattstunde zu erhöhen. Dagegen wollen die Stadtwerke in Bielefeld und in Gütersloh noch nicht zum 1. Januar erhöhen, voraussichtlich aber später. Besonders hart trifft es die Bochumer: Die Stadtwerke wollen den Tarif zum 1. Januar um 2,34 Cent pro Kilowattstunde netto anheben. Damit würden Kunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden monatlich mit bis zu 8,14 Euro einschließlich Mehrwertsteuer mehr belastet. Dies entspricht einer Steigerung von elf Prozent.

Gesetzliche Vorgaben der Grund?


Als Gründe für den Preissprung nennen die Stromversorger durchweg die gesetzlichen Vorgaben. Besonders die Umlage für erneuerbare Energien (EEG) wird als Preistreiber verantwortlich gemacht. Der Bund der Energieverbraucher hatte bereits im Oktober die Kritik am EEG zurückgewiesen. Die EEG-Umlage sei keineswegs Hauptkostentreiber beim Strom, und die Fördersummen für die erneuerbaren Energien lägen deutlich unter denen für Kohle- und Atomenergie.

Verbraucherzentralen prüfen Preiserhöhungen

Ob die Begründungen der Stromanbieter stichhaltig und die angekündigten Aufschläge angemessen sind, wollen die Verbraucherzentralen jetzt prüfen. Stromkunden könnten bis zum 14. Dezember 2012 die Schreiben ihres Stromversorgers per Post, Fax oder E-Mail weiterleiten. Die Verbraucherzentrale NRW will nach eigenen Angaben aufdecken, ob Stromanbieter die öffentliche Debatte über steigende Kosten durch das Erneuerbare Energien Gesetz EEG auch als "Freibrief für überzogene Preiserhöhungen" nutzen.

Wer mitmachen will, schickt eine Kopie des Versorgerschreibens per Post an:
Verbraucherzentrale NRW
Stichwort Strompreis
Mintropstr. 27
40215 Düsseldorf
Per Fax: 0211/98 708 908
E-Mail: strompreis@vz-nrw.de


Stand: 23.11.2012, 13.16 Uhr