Kälte trotz Hitze: Eiskalte Kühltipps
Bei Temperaturen über 30 Grad lässt es sich im Freibad oder Badesee besonders gut aushalten. Richtig perfekt wird so ein Tag mit kühlen Getränken. Aber wie bekommt man Getränke eigentlich kalt, wenn kein Kühlschrank in der Nähe ist? WDR 2 hat drei Kühl-Tricks getestet.
Der Handtuch-Tipp
Einfach ein Handtuch oder Geschirrtuch richtig nass machen und um die Flaschen wickeln. Dann die Flaschen in den Schatten stellen und eine halbe Stunde warten. Das Verdunsten der Flüssigkeit im Handtuch hat einen Kühleffekt. Noch besser klappt das, wenn die Flaschen im Wind stehen. Zwischendurch das Handtuch immer wieder nass machen.
Audio
- Audio: Mit Wasser, Eis und Salz Getränke kühlen (17.08.2012) Josefine Fehr, WDR 2 Westzeit
Test-Ergebnis: Der Kühleffekt ist ok. Bereits gekühlte Flaschen bleiben so in der prallen Sonne auf jeden Fall länger kalt. Warme Getränke kann man mit dem Handtuch-Trick zwar abkühlen, richtig kalt werden sie aber nicht. Dafür ist die Kühlung sauber, schnell gemacht, überall einsetzbar und eignet sich zum Beispiel auch für längere Autofahrten.

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Sich so mit Wasser abkühlen geht nur, wenn das Wasser auch schön kühl ist
Tipp: Salz, Eis und Wasser
Einen Eimer mit Wasser und etwas Crushed-Eis füllen. Dann zwei Packungen normales Haushalts-Salz dazu geben, gut umrühren und die Flaschen in den Eimer stellen. Durch das Salz kühlt das Wasser schnell ab. Möglich ist es sogar, bis zum Gefrierpunkt zu kühlen. Also die Flaschen nicht zu lange im Wasser lassen, sonst können sie platzen.
Test-Ergebnis: Das Eis-Wasser-Salz-Gemisch kühlt sehr gut, schon nach wenigen Minuten sind die Flaschen kalt. Zwei Pakete Salz gibt es im Supermarkt für um die 50 Cent, ein Beutel Crushed-Eis kostet im Supermarkt oder an der Tankstelle ca. 3 Euro.
Der Nachteil: Ohne Eis funktioniert es nicht. Für den Badesee ist dieser Tipp also nur bedingt geeignet. Dafür kann man damit – falls Eis vorhanden – Getränke deutlich schneller kühlen als im Kühlschrank. Allerdings sollte man die Flaschen nach dem Bad im Salz-Wasser-Gemisch gut abspülen, sonst schmecken die Getränke nicht.

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Eiswürfel, Salz und Wasser braucht man, um Getränke auch ohne Kühlschrank schnell abzukühlen
Der Stickstoff-Dünger-Trick
Ähnlich wie mit Salz, kann man auch mit Kalkammonsalpeter kühlen. Dazu braucht man Stickstoff-Dünger. Auch der Dünger wird in Wasser gerührt, im Mischverhältnis 2:1. Da der Stickstoff mit dem Wasser reagiert, kühlt das Wasser ab.
Test-Ergebnis: Dieser Trick ist nicht zu empfehlen. Zum einen ist es relativ aufwendig, den Stickstoff-Dünger zu bekommen. Es gibt ihn nicht in jedem Bau- oder Gartenmarkt, sondern zum Beispiel im Spezialgeschäft für Gartenbau und Dünger. Ein 7,5 Kilo-Sack kostet etwa 8 Euro. Der Ausflug zum Spezialgeschäft lohnt aber nur bedingt. Zwar kühlt das Wasser-Dünger-Gemisch einigermaßen, allerdings nicht so gut, wie das Salz-Wasser-Eis-Gemisch. Außerdem entsteht eine unansehnliche grau-braune Flüssigkeit, wenn man die linsengroßen braunen Dünger-Perlen ins Wasser gibt. Die ist zwar geruchlos, klebt aber an Fingern und Flaschen. Unappetitlich!
Dann vielleicht doch lieber die Getränke-Flaschen im Sand vergraben (mindestens 30 Zentimeter tief) oder in Alufolie wickeln. Das hilft zumindest ein bisschen.
Stand: 17.08.2012, 08.46 Uhr
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