Ausschreitungen beim Revierderby: Gezielt die Gewalt gesucht
Am Rande des Revier-Derbys zwischen Dortmund und Schalke kam es zu massiven Ausschreitungen gewaltbereiter Anhänger beider Mannschaften. "Diese Anhänger haben sich für die Gewalt entschieden" urteilt Polizeigewerkschafter Arnold Plickert im Gespräch mit WDR 2 und fordert Konsequenzen.

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Ausschreitungen am Randes des Revierderbys Dortmund - Schalke am 20.10.2012
Die Polizei hatte in Erwartung von Ausschreitungen doppelt so viele Beamte zum Revierderby geschickt wie üblich, ohne Erfolg."Wir haben am Wochenende mal wieder das hässliche Gesicht des Fußballs erleben müssen", sagt Arnold Plickert, Stellvertretender Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft in Nordrhein-Westfalen. Im Gespräch mit WDR 2 forderte er politische Konsequenzen.
Gewalttäter verweigern den Dialog
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- Audio: "Das hässliche Gesicht des Fußballs": Interview mit Polizeigewerkschafter Arnold Plickert (22.10.2012) Katrin Schmick / Arnold Plickert, WDR 2 Morgenmagazin
"Runde Tische sind nur da sinnvoll, wo Fußballfans auch mit uns sprechen wollen". Es gebe aber eine Gruppe von etwa 4.000 Hooligans und Ultras, die das Gespräch mit der Polizei rigoros ablehnten: "Diese kleine Gruppe erkennt Gesetze und Regelungen nicht an." Die Polizei brauche daher einen gesetzlichen Rahmen, um gezielt Stadionverbote und Meldeauflagen gegen bekannte Gewalttäter auszusprechen. "Wenn die Politik allerdings nur redet und nicht handelt, dann wird es genauso weitergehen", so Plickert.
Gezielt die Gewalt gesucht
An den Ausschreitungen am Wochenende hatten sich nach Schätzungen der Polizei etwa 1.000 gewaltbereite Hooligans beteiligt. "Die Kollegen sind mit Pflastersteinen, Flaschen, Stühlen und Tischen beworfen worden", sagte Plickert. Bei den Festgenommenen fanden die Beamten unter anderem Pfefferspray, Sturmhauben und Beißschienen. Die Ultras hätten gezielt die Gewalt gesucht, so Plickert - vor allem auch gegen die Polizisten.
Die Polizei hat inzwischen Informationen zurückgenommen, in denen es zunächst geheißen hatte, randalierende Fans hätte eine Kneipe "regelrecht auseinandergenommen" und die Einrichtung als Waffen gegen Polizisten verwendet.
Stand: 22.10.2012, 11.08 Uhr
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