Tracking in der Fußball-Bundesliga: Jeder Schritt wird analysiert
Alle Fußballspieler der Bundesliga stehen ab dieser Saison unter besonderer Kontrolle. Jeder Schritt, jeder Lauf und jeder Schuss werden während des Spiels registriert. Tracking nennt sich diese Methode der Analyse.
Gesammelt werden zwei Sorten von Daten, erläuterte Professor Martin Lames von der Technischen Universität in München, der das Tracking-System getestet hat, in WDR 2 am Sonntag (07.08.2011). Zum einen werden die Positionsdaten über die 90 Minuten des Spiels verfolgt. Zusätzlich werden die Aktionsdaten ermittelt - darunter Pässe, Zweikämpfe, Torschüsse und Tore. Gewonnen werden die Daten per Videoaufnahmen. Ein Computer liest daraus die Spielerpositionen aus. Die Aktionsdaten werden anhand von Kommentaren bestimmt.
Rückschlüsse auf Laufbereitschaft und Engagement
Aus der Auswertung dieser Daten können Experten Hinweise für das Training gewinnen, wie der Experte für Trainingswissenschaft und Sportinformatik erklärte. Die Liga-Vereine erhielten Rückschlüsse auf Laufbereitschaft und Engagement der Spieler und damit auch Hinweise, wie die Qualität des Trainings verbessert werden kann. Der Beste beim Fußballspiel sei aber nicht unbedingt derjenige, der am meisten läuft, betonte Lames. Denn die Laufbewegung diene lediglich dem Toreschießen.
Audio
Stand: 07.08.2011, 10.24 Uhr

Seite teilen
Über Social Bookmarks