Berti Vogts im WDR 2 Gespräch: "Enorm hohe Erwartungen"
Kurz vor der Fußball-EM sorgte eine Aussage des ehemaligen Bundestrainers Berti Vogts für Wirbel: "Es ist die Pflicht für einen Bundestrainer, Titel zu holen." Im WDR 2 Gespräch äußerte er sich dazu.

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Berti Vogts, Trainer von Aserbaidschan und ehemaliger Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft
Vogts: Als Trainer beim DFB muss man irgenwann einen Titel holen
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- Audio: Berti Vogts im WDR 2 Gespräch: Die Erwartungen sind enorm hoch (02.06.2012) Berti Vogts, ehemaliger Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft / Sven Pistor, WDR 2 Sportzeit
"Man hat etwas herausgenommen", so erläuterte Berti Vogts im Gespräch mit Moderator Sven Pistor, dass seine Aussage verkürzt wiedergegeben worden sei. Im WDR 2 Gespräch führte er aus: "Wenn man Trainer beim Deutschen Fußball-Bund ist, muss man irgendwann einen Titel holen, wenn man Trainer bei Real Madrid ist, verlangt Real Madrid einen Titel, wenn man Trainer bei Bayern München ist, kann man nicht Vierter, Fünfter werden, sondern man will den Titel holen, das ist das Ziel." Als Trainer in Aserbaidschan habe man eine ganz andere Aufgabe als ein Trainer und Angestellter beim Deutschen Fußball-Bund, so der ehemalige Bundestrainer.
Kein Problem mit Joachim Löw
Für Bundestrainer Joachim Löw hatte Vogts durchaus ein Lob parat: "Die Art und Weise, wie Deutschland spielt, was Joachim Löw aus dieser jungen Mannschaft gemacht hat, das spricht einzigartig nur für ihn." Aber, so Vogts weiter, die Erwartungen seien enorm hoch. Davon abgesehen hätten Löw und er überhaupt kein Problem miteinander, im Gegenteil: "Ich schätze und bewerte seine Arbeit enorm hoch."
Leistung der Bayern international berücksichtigen
Verständnis äußerte Vogts auch dafür, dass wohl sieben Bayern in der Startelf sein werden und möglicherweise kein Dortmunder - obwohl Dortmund das Double holte. Auf Sven Pistors Frage, ob Leistung aus der Bundesliga nicht in der Nationalmannschaft belohnt werden müsse, sagte Vogts: "Da muss natürlich auch (...) belohnt werden, was Bayern München international geleistet hat - bis auf das Finale, was sie leider verloren haben." Was Bayern international geleistet habe in der Champions League, auch das müsse man in die Waagschale werfen. "Wir als normale Zuschauer sagen 'okay, man wundert sich', aber diese Entscheidung trifft der Trainer."
Stand: 02.06.2012, 15.32 Uhr
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