Fritz Eckenga: Möbel-Matthes kommt
Die Erde ist ein Jammertal und das Paradies ist kein Möbelhaus. Gibt es trotzdem Gründe, optimistisch in die Zukunft zu schauen? Ja: Einen! Matthias Marschewski, erfahrener Einzelhandelsdienstleiter.

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Fritz Eckenga
"Herr Marschewski, bitte mal in die Einrichtungsberatung." Da ist er: Matthias Marschewski. Freunde dürfen ihn "Möbel-Matthes" nennen. Marschewski aber hat Kunden. Als erfahrener Dienstleister weiß er, dass Ehrlichkeit zwar freundschaftsstiftend, doch leider auch umsatzschädlich sein kann. "Am Ende des Tages bin ich nicht der Feind meiner eigenen Provisionsabrechnung."
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- Audio: WDR 2 Kabarett: Fritz Eckenga als "Möbel-Matthes" - Obama (19.06.2013) Fritz Eckenga, WDR 2
Trotz des einkommensabhängigen Blicks auf sein Publikum leidet Marschewski nicht an Zynismus im Endstadium. Er begleitet die verzweifelten Bemühungen seiner Kundschaft, sich das Dasein wenigstens zuhause behaglich einzurichten, durchaus mit Nachsicht. Er berät wohlwollend und therapeutisch. "Wissen sie, ich habe schon so viele Leute eingemöbelt, ich könnte morgen am Tag auch als Eheberater anfangen, als Trendforscher oder als Bundespräsident. Hab’ ich alles auf Lager. Suchen sie sich einfach was aus!"
Sein Möbelhaus ist für Matthias Marschewski Gesellschaft im offenen Vollzug. Ein für jedermann zugänglicher Raum, in dem auch über Privatangelegenheiten solange verhandelt werden kann, bis Blut kommt. Der Lebens-Einrichtungsberater hilft, wo er kann. Doch am Ende trifft der Kunde die Entscheidung auf eigene Gefahr. "Mir muss es ja nicht gefallen. Sie müssen drin wohnen. Aber zur Not hängen wir einfach'n schickes Bild drüber, ne?"
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