Aufenthaltserlaubnis für Ausländer Fachkräfte ins Land

Hochqualifizierte ausländische Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten haben es nun einfacher, wenn sie in Deutschland arbeiten wollen. Sie erhalten eine "Blaue Karte" als Aufenthaltserlaubnis.

Die "Blaue Karte" greift seit dem 1. August 2012 und ab einem Jahresgehalt von 44.800 Euro oder mehr. Für Berufe, in denen Fachkräfte gesucht werden, reicht ein jährliches Einkommen von 34.944 Euro.


Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, Bundeswirtschaftsministetr PhilippRösler und der Vorstandsvorsitzende der Agentur fuer Arbeit, Frank-Jürgen Weise
Bild 1 vergrößern +

Bei der Jagd auf Fachkräfte: Ursula von der Leyen, Philipp Roesler und Frank-Jürgen Wiese

Mitarbeiter im Handel und Gesundheitswesen gesucht


Ausländische Studenten dürfen neben dem Studium mehr arbeiten als bisher. Nach der Uni bekommen sie nun zudem 18 statt vorher zwölf Monate Zeit, um sich einen Arbeitsplatz zu suchen. Laut Mitteilungen der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit werden mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht.

Mehr Zuwanderer gegen Fachkräftemangel

Das Institut zur Zukunft der Arbeit in Bonn fordert jährlich 300.000 bis 400.000 Zuwanderer gegen den drohenden Fachkräftemangel. "Aktuell kommen jährlich rund 220.000 Ausländer zu uns. Diese Zahl reicht aber rechnerisch bei weitem nicht aus, um die wachsende demografische Lücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu schließen, da zugleich jährlich auch rund 100.000 Beschäftigte abwandern", so IZA-Direktor Klaus Zimmermann. Die Blue Card für ausländische Fachkräfte bezeichnete er allerdings als "zu kompliziert und daher nur schwer vermittelbar".


Stand: 01.08.2012, 08.43 Uhr