Einheitliche Kontonummern für Europa: Schneller überweisen
In zwei Jahren müssen sich Bankkunden ihre Kontonummern neu merken. Dann wird die IBAN-Nummer Pflicht in der Europäischen Union. Auf 22 Stellen kombiniert sie Bankleitzahl und Kontonummer.

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Europaweit überweisen mit einheitlicher IBAN und BIC
Audio zum Thema
- Audio: Bis 2016 wird die europäische Kontonummer IBAN eingeführt. Kein Grund zur Sorge, glauben viele Experten (14.02.2012) Martin Bohne / Annette Wieners, WDR 2 Mittagsmagazin
Bankkunden in der EU müssen vom 1. Februar 2014 an internationale Kontonummern mit 22 Stellen (IBAN - "International Bank Account Number") verwenden. Das gilt auch für Überweisungen im Inland - bislang ist die IBAN nur bei Transfers auf ausländische Konten notwendig. Das Europaparlament billigte am Dienstag (14.02.2012) in Straßburg mit großer Mehrheit eine entsprechende EU-Verordnung zur Umsetzung des europäischen Zahlungsraums (SEPA). An dem Stichtag werden nationale Überweisungen und Lastschriften umgestellt. Für Transfers im Inland gilt eine Übergangsfrist bis 2016.
Kostenersparnis für Banken und Verbraucher
Im Gegenzug fällt die bisherige deutsche Bankleitzahl und auch die europäische Bankleitzahl BIC weg. Die IBAN enthält das jeweilige Land der Bank (für Deutschland DE) und setzt sich meist aus einer zweistelligen Prüfziffer, der bisherigen Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen. Das Ziel lautet, Überweisungen über EU-Grenzen hinweg schneller und billiger zu machen. Der neuen Verordnung muss nun noch der EU-Ministerrat zustimmen, dies gilt aber als Formalie. Die EU erwartet für Banken und Verbraucher eine Kostenersparnis von 123 Milliarden Euro in sechs Jahren, weil zum Beispiel Überweisungsgebühren wegfallen.
Stand: 14.02.2012, 10.00 Uhr
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