Schlecker-Betriebsrätin im WDR 2 Interview "Ich bleib bis zum Schluss"

Wut haben viele Mitarbeiter von Schlecker empfunden, als sie aus der Presse erfuhren, dass ihr Unternehmen Insolvenz anmelden will. Deshalb sind jetzt auch viele skeptisch gegenüber nun vorliegenden Plänen, wie der Betrieb gerettet werden kann, sagte die Schlecker-Betriebsrätin Mona Friers in WDR 2 am Samstag.


Drogeriemarktkette Schlecker
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"Ich mach mit meinen Mädels das Licht aus"


Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat zwar verkündet: Die Löhne und Gehälter werden auf jeden Fall bis zum März bezahlt. Doch "wenig beruhigend" findet das im WDR 2 Gespräch die Schlecker-Betriebsrätin Mona Fries. "Drei Monate sind nicht lang", so die Berlinerin. Die Schlecker-Mitarbeiterin gab sich skeptisch, ob die bisher eingeleiteten Schritte zur Rettung des Unternehmens wirksam genug seien.

Einige hundert Filialen werden geschlossen

Nach dem Ruin des Drogerieunternehmers Anton Schlecker sollen seine Kinder dessen Handelsunternehmen über die Insolvenz retten. Das bereits vor der Pleite begonnene Sanierungsprogramm könnte demnach fortgeführt werden. Die Schlecker-Lieferanten ebneten unterdessen den Weg für eine Weiterführung des Betriebs. Neben der Markant-Gruppe hätten rund 140 weitere Unternehmen die weitere Belieferung der Handelskette zugesichert, sagte Geiwitz. Von den gut 6.000 Filialen würden allerdings einige hundert unprofitable geschlossen, so Schlecker-Finanzchef Sami Sagur.


Stand: 30.01.2012, 12.30 Uhr