Moderator: Michael Westerhoff
Always look on the bright side of life. Oder: Das Leben ist schon ernst genug, da muss ich es ja nicht unbedingt sein.

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Michael Westerhoff
Ein Stückchen dieses Lebensmottos versuche ich auch im Radio zu vermitteln. Und das als geborener Westfale aus der Hauptstadt dieses Landstrichs. Auswärtige würden auch vom Ruhrgebiet sprechen, aber wir Dortmunder haben vor einigen Jahren unsere Unabhängigkeit erklärt.
Vor gut 15 Jahren landete ich bei meinem Lieblingsmedium, dem Radio. Wider Erwarten durfte ich bereits nach einem Monat moderieren. Tja, die guten alten Zeiten. Damals rief ein prominenter Fußballer, der hier nicht namentlich genannt werden soll, beim Sender an, nachdem ich gesagt hatte: "Andi Möller hat sich verletzt - ob er geweint hat, erfahren Sie gleich in den Nachrichten". Der hier nicht namentlich erwähnte Fußballer klang am Telefon etwas verheult...
Meine zweite große Liebe gehört der Musik. In den 70ern legte ich den Grundstock für meine Plattensammlung, verprasste mein Taschengeld für Bands, die heute kein Mensch mehr kennt (mich eingeschlossen). Nach meinem Zivildienst wollte ich mein Studium mit ehrlicher Arbeit finanzieren; doch ich scheiterte kläglich nach zwei Tagen in einer Fabrik beim Sortieren von Kabeln. Also gründete ich eine kleine Konzertagentur, die Konzerte mit Künstlern wie Helge Schneider veranstaltete. Auch die Arbeitszeiten kamen mir wesentlich mehr entgegen.
Und sonst noch: Frei nach dem Motto "Wirtschaft findet in der Wirtschaft statt" (und in Wirtschaften habe ich mich schon immer wohl gefühlt) habe ich mich journalistisch auf Wirtschaftsthemen spezialisiert. Nach einem Volontariat habe ich meine Brötchen mal als Ressortleiter Wirtschaft bei einem Radiosender verdient, habe anschließend eine Radio-Redaktion an der Frankfurter Börse mit aufgebaut und habe danach als "Investor Relations Manager" (die Berufsbezeichnung sah toll auf der Visitenkarte aus) eine Firma an die Börse gebracht. Seit 2001 arbeite ich beim WDR. In der landespolitischen Fernsehredaktion in Düsseldorf, beim Fernsehen in Dortmund und hier bei WDR 2. Meistens nachts, was mir immer noch zeitlich sehr entgegen kommt...
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